Simulationsübung stärkt medizinische Notfallversorgung in Zentral-Luzon
Ein Erdbeben der Magnitude 6,8 war das Szenario für eine groß angelegte Simulationsübung in Zentral-Luzon, die im Rahmen des Nationalen Monats der Katastrophenresilienz stattfand. Ziel der zweitägigen Übung, die unter dem Namen „Project MedX: Central Luzon Emergency Medical Simulation Exercise (SimEx)“ durchgeführt wurde, war es, die Kapazitäten der Region bei schweren Katastrophen zu testen.
Die Einsatzbereitschaften der Rettungskräfte in den Bereichen Massenanfall von Verletzten, Patiententransport, die Kapazität der Krankenhäuser bei plötzlichen Patientenanstürmen sowie die behördenübergreifende Koordination standen im Mittelpunkt der Bewertung. An der Übung nahmen verschiedene Akteure teil, darunter das Büro für den Zivilschutz (Office of Civil Defense, OCD), die Stadtverwaltung von San Fernando, Krankenhäuser, akademische Einrichtungen, humanitäre Organisationen sowie Partner aus dem Privatsektor.
Shelby Ruiz, die geschäftsführende Beamtin des OCD Region III, hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor, um im Notfall rechtzeitig lebensrettende Hilfe leisten zu können und gleichzeitig die institutionelle Bereitschaft zu erhöhen. Neben der technischen und operativen Ausbildung biete die Übung zudem eine Plattform für Teamarbeit, Führung und den Austausch bewährter Praktiken.
Experten des Resilience Institute der UP sowie des Programms für Katastrophenrisikomanagement im Gesundheitswesen der UP Manila beobachteten und bewerteten den Ablauf. Sie dokumentierten operative Stärken und Verbesserungspotenziale, um die nationalen medizinischen Notfallreaktionssysteme weiter zu optimieren. Dr. Carlos Primero D. Gundran, Leiter des Evaluationsteams, erklärte, dass es der richtige Ort sei, um Fehler zu machen und daraus zu lernen, da eine Verbesserung während einer Übung weitaus besser sei als während einer echten Katastrophe, wenn Menschenleben auf dem Spiel stünden.
Raymond Del Rosario, Leiter des Büros für Katastrophenrisikomanagement der Stadt San Fernando, wies darauf hin, dass Simulationen in Schulen zunehmend wichtig werden. Angesichts jüngster Vorfälle an Bildungseinrichtungen biete dies die Gelegenheit, die Bereitschaft nicht nur gegenüber Naturgefahren, sondern auch gegenüber durch Menschen verursachten Bedrohungen zu testen. Athea Peñaloza, Exekutivdirektorin der Asia Pacific Alliance for Disaster Preparedness-Philippines (A-PAD PH), merkte an, dass die Übung das Ergebnis monatelanger Planung und Zusammenarbeit sei.
Vorbereitung könne nicht von einer Organisation allein erreicht werden, sondern erfordere eine effektive Zusammenarbeit über verschiedene Sektoren hinweg. Durch Project MedX würden diese Partnerschaften gestärkt, um künftig mehr Leben retten zu können. Im Anschluss an die Simulation führten die beteiligten Behörden eine strukturierte Nachbesprechung durch, um die operative Leistung zu bewerten und Protokolle sowie die Koordination bei Notfällen zu verbessern.
Die Übung unterstützte den Ansatz der Marcos-Regierung, der auf eine gesamtheitliche Zusammenarbeit von Regierung und Gesellschaft setzt, um die Katastrophenresilienz durch verbesserte medizinische Systeme und eine stärkere Kapazität der Gemeinschaften zu fördern. Solche kontinuierlichen Investitionen in Training und Simulationen tragen zur Vision eines sichereren und gesünderen Philippinen bei.