Senatsuntersuchung nach tödlichem Mülldeponie-Einsturz in Cebu fokussiert auf Systemversagen
Ein Teil der Mülldeponie Binaliw in Cebu City war am 8. Januar eingestürzt und hatte eine nahegelegene Einrichtung zur Materialrückgewinnung verschüttet. Bei dem Vorfall kamen 36 Menschen ums Leben, die meisten davon waren Beschäftigte, die Abfälle sortierten. Der Einsturz ereignete sich, als ein Teil der Deponie zusammenbrach.
Der Direktor des EMB Region 7, John Edward Ang, führte die Katastrophe auf seismische Aktivitäten und heftige Regenfälle durch den Taifun Tino zurück. Die Gesetzgeber hingegen stellten die Rolle menschlichen Versagens infrage und untersuchten, ob eine unsachgemäße Anhäufung von Abfällen und Verstöße gegen den Ecological Solid Waste Management Act (Republic Act 9003) zum Einsturz beitrugen.
In einer Anhörung des Senatsausschusses für Umwelt, natürliche Ressourcen und Klimawandel am Montag, den 20. Juli 2026, standen regulatorische Versäumnisse und die Einhaltung von Umweltgesetzen im Mittelpunkt. Der Senat hat die Untersuchung auf systemische Mängel im Abfallmanagement der Philippinen ausgeweitet. Senatorin Risa Hontiveros verwies darauf, dass die Anlage bereits 2023 in einem Audit der Rechnungsprüfungsbehörde (Commission on Audit) kritisiert worden war.
Die Deponie Binaliw war damals aufgrund des steigenden Müllaufkommens und unzureichender Abfallvermeidung als überlastet gemeldet worden. Laut Gesetz sollten Deponien nur Restmüll aufnehmen, während biologisch abbaubare Stoffe kompostiert und Wertstoffe recycelt werden müssten. Eine Vermischung dieser Abfälle erhöht jedoch die Feuchtigkeit und die Methangasbildung, was die Stabilität der Deponiehänge gefährdet. Die Stadt produziert täglich zwischen 600 und 700 Tonnen Müll, wovon etwa 60 Prozent biologisch abbaubar sind.
Die Folgen der Katastrophe sind auch finanziell erheblich. Der Bürgermeister von Cebu City, Nestor Archival, berichtete, dass sich die Kosten für den Abfalltransport verdoppelt hätten und nun täglich 4,2 Millionen Pesos betragen, da die Entsorgung nach Aloguinsan verlegt werden musste. Juan Miguel Cuna, Unterstaatssekretär des Department of Environment and Natural Resources (DENR), warnte, dass Inspektionen nach der Katastrophe fünf weitere sanitäre Deponien identifiziert haben, die sich in unmittelbarer Gefahr befinden.
Quellen
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.