Gesellschaft: Metro Manila, Rizal

Senator Robin Padilla reflektiert über die tief verwurzelte Glücksspielkultur auf den Philippinen

Der philippinische Senator Robin Padilla hat in einem persönlichen Rückblick die historische und kulturelle Bedeutung des Glücksspiels auf den Philippinen thematisiert. Dabei betonte er, wie sich die Art des Spielens durch den technologischen Fortschritt grundlegend verändert hat.

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Symbolbild: Envato

Padilla beschrieb seine eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Glücksspielformen, die er bereits in jungen Jahren in den Gemeinden Valenzuela und Obando kennenlernte. Er berichtete, dass er bereits als Kind mit Spielen wie Pusoy, Tong-its, Sakla und Mahjong in Kontakt kam. In seiner Jugend war er zudem als Inkassator für Jueteng tätig, um sein geringes Einkommen als Fabrikarbeiter zu ergänzen. Laut Padilla halfen ihm die Gewinne aus dem Glücksspiel damals sogar dabei, die Grundversorgung der Familie durch den Kauf von Reis und Lebensmitteln sicherzustellen.

Der Senator wies darauf hin, dass das Glücksspiel früher physisch an festen Orten oder durch persönliche Begegnungen stattfand, etwa bei Hahnenkämpfen (Sabong) in Malanday oder Dampalit. Damals wurden Einsätze meist in bar ausgezahlt, oft in Form von Münzen oder zerknitterten Geldscheinen. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der Technologie und Medien das Glücksspiel durch Online-Plattformen leicht zugänglich gemacht haben, war man früher auf physische Präsenz angewiesen.

Trotz seiner persönlichen Verbindung zu Zahlen und Wahrscheinlichkeiten, die er durch das Spielen entwickelte, schilderte Padilla auch die Schattenseiten der Glücksspielkultur. Er berichtete von zahlreichen Schicksalen, die durch Spielsucht zerstört wurden. Er nannte Beispiele von Menschen, die ihr letztes Geld für Video-Rennen oder Lotterien einsetzten, anstatt es für lebensnotwendige Dinge wie Schulgebühren oder Nahrung zu verwenden.

Abschließend verknüpfte Padilla das Thema mit der philippinischen Literaturgeschichte. Er verwies auf die Werke von Nationalheld José Rizal, insbesondere auf die Romane Noli Me Tangere und El Filibusterismo. In diesen Werken spielen Glücksspiele wie der Hahnenkampf eine zentrale Rolle für die Charakterentwicklung und die Handlung, was die tiefe Verwurzelung dieses Phänomens in der philippinischen Identität und Geschichte unterstreicht.