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Schwere Überschwemmungen in Davao City: Bewohner kritisieren Wirksamkeit von Hochwasserschutz

In der Nacht zum 24. Juli haben heftige Regenfälle und der Südwestmonsun in Davao City schwere Überschwemmungen ausgelöst. Die Flutwellen der Flüsse Talomo und Matina führten dazu, dass in sechs Gemeinden insgesamt 1.311 Personen aus 314 Familien Schäden erlitten. Ein Todesopfer wurde gemeldet, und in einigen Gebieten stieg das Wasser bis auf eine Höhe von etwa 1,50 Metern an.

Closeup Philippines volcano top erupt clouds of haze aerial. Green grass mountain with hiking path
Symbolbild: Envato

Besonders stark betroffen war der Barangay Los Amigos im Distrikt Tugbok, wo der Katastrophenzustand ausgerufen wurde, da rund 80 Prozent der 3.000 Einwohner von den Überschwemmungen betroffen waren. Hier mussten etwa 200 Menschen aus 55 Familien vorübergehend aus ihren Häusern evakuiert werden. Anwohner berichteten von massiven Verlusten, darunter zerstörte Haushaltsgeräte und der Verlust ganzer Ernten in Fischteichen, etwa bei der Aufzucht von Welsen.

Die wiederkehrenden Fluten werfen Fragen zur Effektivität staatlicher Investitionen auf. So flossen zwischen 2020 und 2022 laut Unterlagen des Department of Public Works and Highways (DPWH) rund 51 Milliarden Pesos in Infrastrukturprojekte für den ersten Distrikt von Davao City, wovon 9,12 Milliarden Pesos speziell für den Hochwasserschutz vorgesehen waren. Kritik kommt auch von Abgeordneten: Antonio Tinio (ACT Teachers Party-list) äußerte Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten bei 80 von 121 Projekten im Wert von etwa 4,35 Milliarden Pesos, darunter doppelte Finanzierungen und Unstimmigkeiten bei der Umsetzung.

Die Debatte um die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen wird auch von anderen Seiten geführt. So stellte der ehemalige Polizeichef und jetzige Chef der Metropolitan Manila Development Authority (MMDA), General Nicolas Torre III, öffentlich infrage, ob das System funktioniere, nachdem auch sein eigenes Haus in NHA Bangkal durch die Flut beschädigt wurde. Abgeordnete wie Paolo Duterte verteidigen die Maßnahmen und verweisen auf Prüfungen durch das DPWH und die COA, während eine Untersuchung durch das Büro des Ombudsmanns läuft.

Trotz der Diskussionen über die Effektivität der Schutzmaßnahmen klagen die Bewohner in Gebieten wie NHA Bangkal und Barangay Talomo Proper über mangelnde Unterstützung. Sie berichten, dass sie trotz früherer Warnungen in ihren Häusern eingeschlossen waren und bisher keine staatliche Unterstützung für die entstandenen Schäden erhalten haben.