Gesellschaft

Schutz indigener Kinder vor kommunistischer Einflussnahme im Fokus

Die philippinische Regierung bekräftigt ihr Engagement, Kinder aus indigenen Gemeinschaften vor der Rekrutierung und dem Einfluss kommunistischer Aufständischer zu schützen. Dies erklärte Ernesto Torres Jr., Exekutivdirektor der Nationalen Task Force zur Beendigung des lokalen kommunistischen bewaffneten Konflikts (NTF-Elcac), am Montag.

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Symbolbild: Envato

Der Anlass für seine Äußerungen ist der zweite Jahrestag eines wegweisenden Gerichtsurteils im sogenannten Talaingod-Fall. Am 15. Juli 2024 verurteilte das Regionalgericht Tagum City (Zweigstelle 2) den ehemaligen Abgeordneten der Bayan Muna-Parteiliste, Satur Ocampo, die Abgeordnete der ACT Teachers Party-list, France Castro, sowie elf weitere Personen. Die Verurteilung erfolgte wegen Verstößen gegen den Republic Act 7610, das Gesetz zum besonderen Schutz von Kindern vor Missbrauch, Ausbeutung und Diskriminierung.

Das Gericht verhängte gegen die insgesamt 13 Verurteilten Freiheitsstrafen von bis zu sechs Jahren. Zudem wurden sie dazu verpflichtet, zivilrechtliche Entschädigungen und moralischen Schadenersatz an die betroffenen Minderjährigen zu leisten. Hintergrund des Falls war eine sogenannte „Solidaritätsmission“, bei der 29 Lumad-Kinder und Lehrkräfte von ihrer indigenen Gemeinschaftsschule in Talaingod, Davao del Norte, ohne die Zustimmung ihrer Eltern abgeholt worden waren.

Torres bezeichnete das Urteil als einen der bedeutendsten rechtlichen Siege für den Schutz indigener Kinder und die Rechtsstaatlichkeit. Er betonte, dass das Urteil ein klares Zeichen sei, dass das Wohlergehen philippinischer Kinder nicht politischen Zielen oder ideologischen Agenden untergeordnet werden darf. Der Sieg gelte vor allem den mutigen Eltern der indigenen Gemeinschaften, die den Rechtsweg beschritten hatten.

Der NTF-Elcac-Direktor mahnte zudem zur Wachsamkeit gegenüber Bildungseinrichtungen. Er wies darauf hin, dass Schulen und Universitäten Orte des friedlichen Lernens bleiben müssten und nicht dazu dienen dürften, Schüler durch illegale Rekrutierung, Nötigung oder Radikalisierung in Richtung Gewalt zu bewegen. Die Kontroversen um die Salugpungan-Schulen hätten die Notwendigkeit solcher Kontrollen verdeutlicht.

Quellen

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