Wirtschaft

Schädlingsbefall in Negros Oriental: Provinz ruft Katastrophenzustand aus

Die Provinzverwaltung von Negros Oriental hat aufgrund eines massiven Ausbruchs der rotgestreiften Schildlaus (Red-Striped Soft Scale Insect, RSSI) den Katastrophenzustand ausgerufen. Die Entscheidung wurde am 20. Juli vom Provinzrat (Sangguniang Panlalawigan) genehmigt, wie Vizegouverneurin Cezanne Fritz Diaz mitteilte.

Nachrichtenbild
Bild: PIA

Nach aktuellen Berichten der Zuckeraufsichtsbehörde (Sugar Regulatory Administration, SRA) sind bereits rund 1.900 Hektar der insgesamt 48.901 Hektar großen Zuckerrohrplantagen in der Provinz von dem Schädling befallen. Durch die Ausrufung des Katastrophenzustands ist das Büro für Katastrophenvorsorge und -management (Provincial Disaster Risk Reduction and Management Office) nun berechtigt, auf den Soforthilfefonds zuzugreifen. Für die unmittelbaren Eindämmungsmaßnahmen wurden zunächst 15 Millionen Pesos bereitgestellt.

Emmanuel Caduyac, Leiter des landwirtschaftlichen Provinzdienstes (Provincial Agriculture Office, PAO), kündigte an, dass großflächige Sprühaktionen durchgeführt werden sollen. Diese Maßnahmen umfassen alle Zuckerrohrfelder in Negros Oriental, auch solche Plantagen, die bislang noch keine Anzeichen einer Infektion zeigen. Ziel sei es, eine weitere Vermehrung der Insekten auf benachbarten, bisher unbehandelten Flächen zu verhindern.

Da das PAO nicht über ausreichend Personal für eine Kampagne dieser Größenordnung verfügt, arbeitet die Behörde eng mit den lokalen Verwaltungseinheiten, den Barangay-Vertretern und den Landwirten zusammen. Von einem Einsatz von Flugzeugen zur Sprühung über die Felder wird abgesehen, da das unwegsame, bergige Gelände ein zu hohes Risiko darstellt. Ähnliche Probleme bestehen bereits in der Nachbarprovinz Negros Occidental, die am 30. Juni ebenfalls den Katastrophenzustand ausrief, nachdem dort bereits über 32 Prozent der Zuckerrohrplantagen betroffen waren.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.