Schädlingsbefall bedroht Zuckerrohrplantagen in Iloilo
In der philippinischen Provinz Iloilo breitet sich ein Schädling massiv in den Zuckerrohrplantagen aus. SRA sind bereits 7.021 Hektar Anbaufläche in 24 lokalen Verwaltungseinheiten von dem rotgestreiften Schildlaus-Schädling (Red-striped Soft Scale Insect, RSSI) befallen.
Die Provinzregierung unter Gouverneur Arthur Defensor Jr. prüft derzeit Eindämmungsmaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei werden Strategien in Betracht gezogen, die bereits bei ASF angewandt wurden, wie etwa Quarantänemaßnahmen und Beschränkungen für den Transport von Waren. Defensor erklärte, dass die Provinz zunächst Strategien erarbeiten müsse und bald Treffen mit den betroffenen Akteuren stattfinden werden.
Der landwirtschaftliche Leiter der Provinz, Geron Magbanua, teilte mit, dass das Provinzlandwirtschaftsamt den Umfang des Befalls derzeit validiert. Vor weiteren Schritten sollen Gespräche mit der SRA, dem DA, Zuckerfabriken und Bauernverbänden geführt werden. Als mögliche Maßnahmen stehen der Einsatz biologischer Bekämpfungsmittel, die über das DA bereitgestellt werden könnten, sowie Beschränkungen für den Transport von Setzlingen aus den betroffenen Gebieten im Raum.
Besonders stark betroffen sind die Stadt Passi mit 2.275 Hektar, San Enrique mit 1.100 Hektar und Anilao mit 930 Hektar. Der RSSI saugt den Saft aus den Blättern der Zuckerrohrpflanzen und entzieht ihnen Nährstoffe. Zudem scheidet der Schädling Honigtau aus, der das Wachstum von Rußtau auf den Blättern begünstigt und so die Photosynthese der Pflanzen beeinträchtigt. Dies kann die Erträge und die Zuckerqualität erheblich mindern.
Die Ausbreitung erfolgt primär über infiziertes Pflanzmaterial, kann aber auch durch Wind, Tiere, landwirtschaftliche Geräte oder menschliche Aktivitäten über kurze Distanzen übertragen werden. Die SRA hat 13 Wirkstoffe gegen den Schädling identifiziert, wovon bisher nur einer bei der Düngemittel- und Pestizidbehörde (FPA) registriert ist. Die Behörden streben eine Sondergenehmigung für die weiteren Mittel an.