Sarg-Aktionen in Metro Manila: Polizei untersucht Proteste gegen China
EditDie Polizei in Metro Manila hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem in der Nacht zum Freitag in mindestens vier verschiedenen Gebieten Särge mit anti-chinesischen Botschaften hinterlassen wurden. Die koordiniert wirkenden Aktionen, die offenbar als Protest gedacht waren, fanden in der Morgendämmerung statt.
Der erste Vorfall wurde gegen 2:42 Uhr morgens am Boy Scout Circle an der Timog Avenue in Quezon City gemeldet. Dort fanden lokale Beamte einen Sarg vor, der mit einem roten Banner versehen war. Auf diesem Banner stand die Botschaft, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) gierig und eine Plage sei.
Nach ersten Berichten wurden zwei Männer und eine Frau dabei beobachtet, wie sie den Sarg entluden, bevor sie in einem weißen Lieferwagen ohne Kennzeichen flüchteten. Einige Stunden später wurde ein weiterer, ähnlich beschrifteter Sarg in der Nähe des chinesischen Konsulats im Barangay Bel-Air in Makati City entdeckt.
Insgesamt wurden vier Fundorte in der Region NCR registriert, darunter auch der Plaza Sta. Cruz in Manila sowie ein Gebiet in Caloocan City. Die Särge enthielten unter anderem Fotografien verschiedener chinesischer Beamter, einschließlich des chinesischen Botschafters, sowie Bilder von kommunistischen Führern. Zudem waren Begriffe wie „gierig“ oder „Plage“ auf den Materialien zu finden.
Bisher hat keine Einzelperson und keine Organisation die Verantwortung für diese synchronisierten Aktionen übernommen. Die Polizei wertet derzeit Beweise aus und verfolgt verschiedene Spuren, um die Hintermänner sowie die genauen Motive zu ermitteln. Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen in Bezug auf China-bezogene Themen.





