Korruptionsskandal: Martin Romualdez bestreitet Einflussnahme auf Zeugen
EditDer Abgeordnete für Leyte und ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe die Rücknahme von Aussagen ehemaliger Leibwächter beeinflusst. Diese Sicherheitskräfte hatten Romualdez zuvor mit einem Korruptionsskandal im Bereich des Hochwasserschutzes in Verbindung gebracht.
Der Ombudsman, Jesus Crispin Remulla, hatte zuvor die Anschuldigung erhoben, Romualdez stecke hinter dem Widerruf der Eidesstattlichen Versicherungen der ehemaligen Marines. Romualdez wies dies in einer Stellungnahme als absolut unwahr zurück und kritisierte, dass der Ombudsman eine extreme Voreingenommenheit gegen ihn zeige. Er bezeichnete den Prozess der Wahrheitsfindung als unfair und behauptete, dass die Revidierungen der Aussagen belegen würden, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erfunden seien.
Gegen den Leyte-Abgeordneten wird derzeit vom Büro des Ombudsmanns wegen des Verdachts auf Plünderung, Bestechlichkeit und direkter Bestechung ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, Geldlieferungen von seinen ehemaligen Leibwächtern angenommen zu haben, die mutmaßlich aus öffentlichen Mitteln stammten. Romualdez kündigte an, sich nicht einschüchtern zu lassen und werde die Anschuldigungen mit Fakten, Beweisen und der Wahrheit entkräften.
In einer Pressekonferenz erklärte Ombudsman Remulla hingegen, dass die drei ehemaligen Leibwächter, die ihre Aussagen gegen Romualdez zurückgezogen haben, mit Konsequenzen rechnen müssten. Er betonte, dass Gerichte die Rücknahme von Aussagen kritisch bewerten, insbesondere wenn die Personen bereits zweimal gegen Romualdez ausgesagt hatten. Die Betroffenen sollen nun als feindselige Zeugen geführt und wegen Beihilfe zur Vertuschung angeklagt werden. Remulla merkte an, dass die Zeugen zuvor nicht angeklagt wurden, da sie kooperierten, nun aber als Gehilfen nach der Tat betrachtet würden.





