Politik: Leyte

Ehemalige Leibwächter gestehen Erpressungsversuch gegen philippinische Politiker

Vier ehemalige Leibwächter des Ex-Abgeordneten Zaldy Co (Ako Bicol Party-List) haben ihre zuvor abgegebenen eidesstattlichen Erklärungen widerrufen. In neuen Aussagen gaben die Männer an, dass ihr ursprüngliches Vorhaben darin bestand, prominente Politiker zu erpressen. Die betroffenen Aussagen richteten sich zuvor gegen Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr., den Abgeordneten aus Leyte, Martin Romualdez sowie gegen Zaldy Co selbst.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Einem Bericht von Mariz Umali für die Sendung „24 Oras“ zufolge zielte die Operation der Gruppe und weiterer Sicherheitseskorten darauf ab, Politiker, Regierungsbeamte mit mutmaßlicher Korruptionsbeteiligung sowie andere hochrangige Persönlichkeiten zu erpressen. Ein Zeuge gab in einer eidesstattlichen Erklärung an, dass sich die Identitäten der Personen, die in die Anschuldigungen verwickelt werden sollten, im Laufe der Zeit ständig geändert hätten. Ein weiteres Dokument legt nahe, dass das Ziel darin bestand, den Eindruck zu erwecken, die betroffenen Persönlichkeiten hätten Geldzahlungen von Zaldy Co erhalten.

Einer der ehemaligen Leibwächter, der seine Aussage revidierte, erklärte, er sei Teil einer Gruppe von 18 Marines gewesen, die an einem Erpressungsschemata gegen bekannte Politiker beteiligt waren. Ziel sei es gewesen, den Anschein zu erwecken, diese hätten verschiedene Geldbeträge von Kongressmann Elizaldy Co angenommen. Der Zeuge behauptete zudem, dass der Anwalt Levito Baligod, der die Gruppe der 18 ehemaligen Leibwächter Anfang des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, ihnen bei einem Erfolg des Betrugs hohe Geldsummen versprochen habe.

Der Anwalt Levito Baligod wies diese Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete die Behauptung, er habe Politiker wie Martin Romualdez oder Senatoren erpresst, als lächerlich und weit von der Wahrheit entfernt. Er bestritt zudem, den Mitgliedern der Gruppe Geld für die Unterzeichnung von eidesstattlichen Erklärungen versprochen zu haben. Die Behauptung, sie müssten für zwei Jahre arbeiten, sei eine Übertreibung; er habe lediglich angeboten, bei familiären Problemen behilflich zu sein. Die Behauptung über versprochene hohe Geldsummen sei das genaue Gegenteil dessen, was er gesagt habe.

Im Gegensatz zu den vier Männern, die ihre Aussagen zurückzogen, hielt George Villalon an seinen ursprünglichen Anschuldigungen fest. Er trat am Freitag gemeinsam mit Baligod auf und behauptete, dass denjenigen, die ihre Aussagen widerrufen hatten, jeweils zwischen 20 Millionen und 25 Millionen Pesos geboten worden seien, um ihre Erklärungen zu revidieren. Villalon gab an, dass auch er mit einem solchen Angebot kontaktiert worden sei, dieses jedoch abgelehnt habe.