Gesellschaft

San Fernando setzt auf Existenzsicherung statt Almosen für Menschen mit Behinderungen

Anstatt auf reine Finanzhilfen zu setzen, priorisiert die Stadt San Fernando in der Provinz La Union nun die Ausbildung, Bildung und die wirtschaftliche Teilhabe von Menschen mit PWDs, um eine behindertenfreundliche Verwaltung zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung stellt ihre Programme zur inklusiven Entwicklung um.

San Fernando City promotes livelihood, inclusion over dole-outs for persons with disabilities
Bild: PIA - San Fernando City promotes livelihood, inclusion over dole-outs for persons with disabilities

Dr. Mark Anthony B. Inocencio, Leiter des Büros für Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen (PDAO), erläuterte diesen Ansatz am 15. Juli im Rahmen des „Kapihan sa Ilocos“ der Philippine Information Agency (PIA). Er betonte, dass die Stadt Programme umsetze, die Menschen mit Behinderungen befähigen, aktive Mitglieder der Gesellschaft zu werden, anstatt die Unterstützung auf bloße Geldleistungen zu beschränken. Mit dem Bild, dass man ihnen lieber das Fischen lehre, anstatt ihnen nur den Fisch zu geben, verdeutlichte er diesen Ansatz.

Menschen mit Behinderungen verfügen über eigene Fähigkeiten und Talente, die es zu fördern und ihr Selbstvertrauen zu stärken gelte, so Inocencio. Durch die Schaffung von Möglichkeiten könnten sie sowohl zur Gesellschaft als auch zur lokalen Wirtschaft beitragen. Konkrete Maßnahmen umfassen das Programm „Tuloy Aral Walang Sagabal“, das Bildungszuschüsse für Lernende mit Behinderungen bereitstellt. Zudem arbeitet die Stadt mit dem öffentlichen Arbeitsvermittlungsamt (PESO) zusammen, um Schulungen in der Backwarenherstellung anzubieten.

Das Landwirtschaftsamt der Stadt hat bereits Pilzzucht-Sets als Teil eines Existenzsicherungsprojekts verteilt, und eine weitere Initiative zur Viehzucht wird derzeit vorbereitet, um die Einkommensmöglichkeiten zu erweitern. Um sicherzustellen, dass die staatlichen Maßnahmen die richtigen Empfänger erreichen, intensiviert die Stadt die Registrierung und Datenerhebung auf Ebene der Barangays über das nationale Register für Menschen mit Behinderungen.

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Symbolbild: Envato

Laut Inocencio bilden genaue und aktuelle Daten die Grundlage für politische Maßnahmen, die den tatsächlichen Bedürfnissen des Sektors gerecht werden. Parallel dazu arbeitet die Stadt an einem neuen San Fernando City Disability Code, der bereits die zweite und dritte Lesung im Parlament durchlaufen hat. Nach seiner Verabschiedung soll dieses Gesetz den rechtlichen Rahmen für die Umsetzung von Programmen und Dienstleistungen bieten und die Rolle des PDAO bei der Politikgestaltung und Dienstleistungserbringung stärken.

Die Feierlichkeiten zur Nationalen Woche der Rechte von Menschen mit Behinderungen finden vom 17. bis 23. Juli statt. Das Programm umfasst Vorträge über Behindertenrechte, Konsultationen sowie Schulungen zu Kompetenzen und Sensibilisierung, um Barrierefreiheit, Inklusion und Chancengleichheit zu fördern. Die Stadt setzt zudem auf Informationskampagnen und die enge Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und Partnern aus der Gemeinschaft.

Quellen