Gesundheit

Samar verstärkt Maßnahmen gegen Chikungunya-Ausbruch

Die lokalen Regierungen in der Provinz Samar intensivieren derzeit die Bekämpfung von Mücken und Präventionsmaßnahmen in der Gemeinschaft, um die Ausbreitung des Chikungunya-Virus einzudämmen. Das PHO verzeichnete im Zeitraum vom 5. Februar bis zum 13. Juli insgesamt 329 Verdachtsfälle. Die meisten Infektionen konzentrieren sich auf die Gemeinden Basey mit 199 Fällen und Gandara mit 121 Fällen. In Paranas, San Jorge und der Stadt Catbalogan wurden lediglich vereinzelte Fälle gemeldet. Bisher sind keine Todesfälle zu beklagen; alle Patienten befinden sich auf dem Weg der Besserung.

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Bild: PIA - chikungunya

Laut Leslie Daryl D. Leones, Koordinatorin des Provinzprogramms zur Prävention und Kontrolle von Aedes- und vektorübertragenen Krankheiten beim PHO, ist der Anstieg der Fälle auf die Vermehrung der Mückenarten Aedes aegypti und Aedes albopictus zurückzuführen. Als Hauptursachen nannte sie stehendes Wasser als Brutstätten, mangelnde sanitäre Einrichtungen in der Umwelt sowie die laufende Regenzeit, welche die Fortpflanzung der Mücken beschleunigt. Die aktuelle Situation sei die schwerste, die die Provinz in den letzten fünf Jahren verzeichnet hat. Während im Vorjahr Fälle auftraten, konnten diese kontrolliert werden und führten nicht zu derartigen Häufungen.

Die Überwachungsdaten zeigen einen deutlichen Anstieg der Fälle ab der 23. Morbiditätswoche, mit einem Höchststand in der 26. Woche. Betroffen sind vor allem Menschen im Alter zwischen 10 und 29 Jahren. Im Juni wurden 206 Fälle registriert, im Juli waren es bisher 108, was auf eine anhaltende Übertragung hindeutet, auch wenn die monatlichen Zahlen leicht rückläufig sind.

In der Gemeinde Basey, die die höchste Fallzahl aufweist, hat die Lokalverwaltung nach einem Ausbruch im Barangay Mabini und Verdachtsfällen im Barangay Del Pilar Ende Juni reagiert. Die medizinische Primärversorgung vor Ort verstärkte die Überwachung, führte Gesundheitsaufklärungen und Vernebelungsmaßnahmen durch und koordinierte sich mit dem PHO, dem Feuerwehrdienst (Bureau of Fire Protection) sowie den Dorfbehörden. In Catbalogan City führte das städtische Gesundheitsamt Sprüh- und Larvizid-Einsätze an Schulen durch, um Schüler, Lehrkräfte und die umliegenden Gemeinden zu schützen.

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Symbolbild: Envato

Die Stadtverwaltung von Gandara hat nach der Ausrufung des Alarmzustands „Code Red“ in den Barangays Catorse de Agosto und Ngoso reagiert. Die ländliche Gesundheitseinheit aktivierte ihr Einsatzzentrum, mobilisierte Notfallteams der Dörfer, führte aktive Fallsuche sowie thermische Vernebelungen durch und organisierte Reinigungsaktionen zur Beseitigung von Brutstätten.

Obwohl in Calbayog City bisher keine Fälle gemeldet wurden, hat das dortige Gesundheitsamt die Überwachung aufgrund der Nähe zu Gandara verschärft. Ricardo Delgado III, Überwachungspflegekraft des Gesundheitsamtes in Calbayog, betonte, dass man nicht nachlassen dürfe, da sich die Lage bei Mückenkrankheiten wie Dengue oder Chikungunya innerhalb einer Woche drastisch ändern könne.

Das PHO unterstützt die betroffenen Gemeinden durch technische Teams sowie die Bereitstellung von Insektiziden, insektizidbehandelten Netzen, Vernebelungsgeräten und weiterer Logistik. Die Behörden empfehlen dringend die konsequente Umsetzung der sogenannten „4S-Strategie“: das Suchen und Vernichten von Brutstätten, Selbstschutzmaßnahmen, die frühzeitige medizinische Konsultation bei Symptomen sowie die Unterstützung gezielter Sprüh- und Vernebelungsmaßnahmen.

Quellen