Resilienz-Gipfel: DSWD betont Bedeutung der emotionalen Vorbereitung auf Krisen
EditIm Rahmen des Nationalen Monats der Katastrophenresilienz wurde auf dem jüngsten Resilience Summit and Expo 2026 die Bedeutung der emotionalen Vorbereitung hervorgehoben. Die Stärkung der psychosozialen Bereitschaft, des mentalen Wohlbefindens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor, während und nach Notfällen sei entscheidend, um die menschliche Dimension der Resilienz zu betonen.
Bernardo Cadaon Jr., Leiter der Abteilung für Personal und Wohlfahrt beim Ministerium für soziale Wohlfahrt und Entwicklung (Department of Social Welfare and Development, DSWD), definierte eine Krise als ein Ereignis, das die normale Bewältigungsfähigkeit eines Menschen übersteigt. Zu solchen Ereignissen zählen Naturgefahren, Gewalt, Unfälle, plötzliche Verluste sowie medizinische Notfälle.
Cadaon erläuterte, dass Krisen vielfältige Reaktionen auslösen können: Emotionale Reaktionen wie Angst, Trauer, Wut oder Schuldgefühle; körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Herzrasen; kognitive Einschränkungen wie Verwirrung und Konzentrationsschwäche sowie Verhaltensänderungen wie Rückzug oder Aggression. Er wies darauf hin, dass Katastrophen Menschen stärker betreffen als die Infrastruktur. Oft sei das Gehirn das erste System, das von einer Krise betroffen sei, was das Denken, die Urteilskraft, die Kommunikation, Beziehungen sowie die Führung und Entscheidungsfindung beeinträchtige. Während die meisten Katastrophenpläne die Logistik berücksichtigen, bereiten sich nur wenige auf die emotionalen Aspekte vor.
Die emotionale Vorbereitung wird als die Fähigkeit beschrieben, Emotionen zu erkennen, zu regulieren und effektiv darauf zu reagieren, während gleichzeitig ein gesundes Urteilsvermögen und eine mitfühlende Führung gewahrt bleiben. Cadaon nannte vier Säulen dieser Vorbereitung: Bewusstsein für die eigenen Emotionen, die Regulierung von Reaktionen, die Verbindung durch gegenseitige Unterstützung sowie die Erholung und das Wiederaufbauen nach einer Krise. Als praktisches Werkzeug zur Emotionsregulation empfahl er die „STOP“-Methode: anhalten, durchatmen, beobachten und klug fortfahren.
Neben der psychischen Resilienz wurden auf dem Gipfel weitere Themen behandelt, darunter gute Regierungsführung zur Stärkung der Resilienz, die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Katastrophenvorsorge sowie Ernährungssicherheit und landwirtschaftliche Widerstandsfähigkeit. Albert Mogol, Regionaldirektor des Office of Civil Defense (OCD) und Vorsitzender des RDRRMC, betonte, dass das diesjährige Motto des Monats der Katastrophenresilienz verdeutliche, dass Vorsorge keine passive Haltung ist. Sie erfordere die bewusste Entscheidung und den Mut, bereits vor einer Katastrophe zu handeln und heute in die Sicherheit von morgen zu investieren.





