Gesellschaft: Landesweit

Religiöse Delegierte fordern weltweiten Schutz der Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit

Religiöse Führungspersönlichkeiten aus den Philippinen haben sich einer weltweiten Bewegung angeschlossen, um sich für die Wahrung der Religionsfreiheit, der Gleichberechtigung, der Menschenwürde und rechtsstaatlicher Verfahren einzusetzen. Rund 3.000 Delegierte aus verschiedenen Nationen beteiligten sich an der ersten gemeinsamen Versammlung der Weltpastoren (1st Joint Assembly of World Pastors), die unter dem Motto „Verteidigung der Religionsfreiheit und christliche Innovation“ stand.

Man in patterned jacket looks to the sidewirestock
Symbolbild: Envato

Die globale Versammlung fand am 13. August in Südkorea statt. Organisiert wurde das Treffen vom Council for Christian Mutual Growth (CCMG), dem Korea Christian Leaders Training Institute (KCLTI) und der Pastors Alliance for Life and Human Rights (PAFHLR). Neben Teilnehmern aus Südkorea waren auch Vertreter aus Ländern wie Russland und Sambia anwesend. Die Versammlung verfolgte drei zentrale Ziele: die Förderung der weltweiten Gemeinschaft („Global Fellowship“), die Verteidigung der Wahrheit („Defend the Truth“) sowie die Innovation für das Reich Gottes („Innovate for the Kingdom“).

Die philippinische Beteiligung erfolgte im Rahmen von Sitzungen, die an drei verschiedenen Orten im Land durchgeführt wurden. Insgesamt nahmen 374 philippinische Delegierte sowohl vor Ort als auch online an diesen Veranstaltungen teil. Die philippinischen Pastoren und christlichen Vertreter betonten dabei die gemeinsame Verantwortung, die Religionsfreiheit und die Menschenwürde über konfessionelle und nationale Grenzen hinweg zu schützen und den Frieden durch das Wort Gottes zu fördern.

Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag auf der rechtlichen Situation in Südkorea, insbesondere im Zusammenhang mit der Inhaftierung und dem Prozess gegen den 95-jährigen religiösen Führer Lee Man-hee von der Shincheonji-Kirche Jesu. Die Teilnehmer forderten, dass gerichtliche Entscheidungen ausschließlich auf Gesetzen, Beweisen und rechtsstaatlichen Verfahren basieren müssen, anstatt durch öffentlichen Druck oder religiöse Differenzen beeinflusst zu werden. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Delegierten davor, dass Diskriminierung gegen eine einzelne Religionsgemeinschaft die Freiheit aller gefährden könne.

Der Pfarrer Im Young-woong von der Saehimang-Kirche der Presbyterianischen Kirche Koreas äußerte zudem Bedenken hinsichtlich Forderungen nach der Auflösung religiöser Organisationen. Er stellte die Frage, ob Standards, die gegen eine Organisation angewandt würden, letztlich auch gegen andere verwendet werden könnten. Die Organisatoren äußerten darüber hinaus Besorgnis über potenzielle Bedrohungen für die Trennung von Kirche und Staat in Südkorea und betonten, dass dies kein Anliegen einer einzelnen Konfession sei.

Bishop Elias Elijah Changa, Gründer der in Sambia ansässigen Missionary Ambassadors for Global Evangelism, ergänzte die Position, dass die Anerkennung der Friedensarbeit von Lee Man-hee keine Befreiung von der Gesetzmäßigkeit bedeute. Dennoch müsse jedes Urteil rein auf Gesetzen und Beweisen basieren und dürfe nicht durch religiöse Meinungsverschiedenheiten motiviert sein.