Regen reduziert Arbeitsstunden auf den Philippinen
Regelmäßige Regenfälle führen auf den Philippinen zu einer spürbaren Reduzierung der wöchentlichen Arbeitsstunden. Eine aktuelle Studie des Philippine Institute for Development Studies (PIDS) zeigt, dass insbesondere Tagelöhner und Beschäftigte in kurzfristigen Arbeitsverhältnissen von wetterbedingten Arbeitsausfällen betroffen sind.
In dem Diskussionspapier mit dem Titel „When Rain Falls, Work Slows: Rainfall Variability and Working Hours in the Philippine Labor Market“ analysierten die PIDS-Experten John Joseph Ocbina und Dr. LFS sowie Niederschlagsdaten der Wetterbehörde PAGASA. Die Untersuchung verdeutlicht, dass nicht nur schwere Stürme oder Taifune, sondern bereits regelmäßige Niederschläge, wie sie etwa durch den Südwestmonsun (Habagat) verursacht werden, die Produktivität und das Einkommen beeinträchtigen.
Die Daten der Arbeitskräfteerhebung belegen, dass das Wetter die Arbeitswochen verkürzt, anstatt die Arbeit komplett zum Erliegen zu bringen. Von den Arbeitnehmern, deren Arbeitszeit durch schlechtes Wetter reduziert wurde, arbeiteten etwa 32 Prozent in der betreffenden Woche lediglich zwischen 21 und 30 Stunden. Rund 31 Prozent kamen nur auf 11 bis 20 Stunden, und weitere 17 Prozent arbeiteten 10 Stunden oder weniger.
Besonders hart trifft es Beschäftigte in Berufen, die auf Außenarbeit oder physische Präsenz angewiesen sind. Dazu zählen vor allem Erntehelfer, Arbeiter in der Fischerei, im Baugewerbe sowie im Transportwesen. Auch regional gibt es Unterschiede: In niederschlagsreichen Gebieten wie der Cordillera Administrative Region, Caraga, den Eastern Visayas und Bicol ist die Verwundbarkeit aufgrund der Abhängigkeit von der Landwirtschaft und Fischerei besonders hoch.
Die Forscher weisen darauf hin, dass Niederschlag nicht nur ein Thema des Katastrophenmanagements ist, sondern die Arbeitsangebote direkt beeinflusst. Dies geschieht durch die direkte Exposition gegenüber dem Wetter sowie durch Störungen der Mobilität, der Produktionsprozesse und der Lieferketten. Während fest angestellte Kräfte wie Ingenieure oder Projektleiter oft ihr volles Gehalt beziehen, verlieren Tagelöhner durch den Arbeitsstopp bei Regen einen erheblichen Teil ihres Einkommens.