Proteste gegen Wirtschaftskorridor und Pax-Silica-Projekt in Zentral-Luzon
EditAm Freitag fand in Zentral-Luzon eine Protestkarawane statt, um gegen den Luzon Economic Corridor und das geplante Pax-Silica-Projekt in der Provinz Tarlac zu demonstrieren. Die Teilnehmenden versammelten sich am Morgen im Salakot Bayanihan Park in Angeles City und marschierten anschließend in Richtung des Haupteingangs der Clark Freeport Zone.
Der Zugang zur Freizone wurde den Demonstranten durch Sicherheitspersonal der Bases Conversion and Development Authority (BCDA) verwehrt, das am Eingang eine menschliche Barrikade bildete. Vor dem Tor führten die Gruppen ein kurzes Programm durch, in dem sie das geplante Abkommen zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten zur Errichtung von Pax Silica in Tarlac verurteilten. Die Protestierenden äußerten die Sorge, dass das Vorhaben negative Folgen für die Umwelt sowie für die indigenen Gemeinschaften, die Landwirtschaft und die ansässigen Grundbesitzer haben könnte.
Nach dem Programm am Tor kehrten die Demonstranten zunächst zum Salakot Bayanihan Park zurück, bevor sie das BCDA-Außenbüro in Capas, Tarlac, ansteuerten. Auf ihrer Route durchquerten sie auch den Barangay Sta. Lucia, der als Standort für das geplante Pax-Silica-Projekt vorgesehen ist. In diesem Gebiet fand ein Programm zur kulturellen Solidarität statt, bei dem Vertreter der Ayt a- und der Bauernschaft über die Befürchtung einer drohenden Verdrängung durch das Projekt sprachen.
An der Kundgebung beteiligten sich unter anderem Teddy Casiño, der Vorsitzende von Bagong Alyansang Makabayan, die ehemalige Abgeordnete der Gabriela-Parteiliste Liza Maza, der Abgeordnete Antonio Tinio von der ACT Teachers Parteiliste sowie der Aktivist Renato Reyes. Mong Palatino, Generalsekretär von Bayan, berichtete, dass die Karawane ihren Ausgangspunkt an der University Avenue der University of the Philippines Diliman hatte, bevor sie sich Clark näherte. Der Protest fiel zeitlich mit dem zweiten Tag des von der US-Regierung organisierten Luzon Economic Corridor Investment Forum zusammen, das auch Besichtigungen innerhalb des Wirtschaftskorridors beinhaltete.
Palatino kritisierte, dass die USA das Forum leiten sollten, und bezeichnete die Bemühungen als Teil einer Entwicklung der Region für militärische Zwecke. Die Demonstranten behaupteten, der Wirtschaftskorridor diene nicht allein wirtschaftlichen Interessen, sondern ebne den Weg für eine militärische Verteidigungsfertigungsstätte. Zudem warfen sie der Regierung unter Präsident Marcos eine Zusammenarbeit mit US-Verteidigungsunternehmen vor und kritisierten die Nutzung philippinischer Gebiete und Ressourcen für ausländische Militärinteressen.





