Gesundheit: Landesweit

Privatisierung von Casino Filipino gefährdet Mittel für das Gesundheitssystem

Die geplante Privatisierung der Casino-Betriebe der Philippine Amusement and Gaming Corp. (Pagcor) könnte die Mittel für das nationale Programm zur universellen Gesundheitsversorgung (Universal Health Care, UHC) erheblich reduzieren. Laut einer Einschätzung der Anwaltskanzlei Geronimo Law könnten die jährlichen Mittel für das UHC-Programm um etwa 1,7 bis 2,1 Milliarden Pesos sinken.

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Symbolbild: Envato

Diese Entwicklung resultiert aus dem Vorhaben der Pagcor, sich zu einer rein regulierenden Behörde zu wandeln. In diesem Zuge sollen die rund 40 Standorte von Casino Filipino an private Betreiber verkauft werden. Durch diesen Verkauf werden Einnahmen zwischen 30 und 50 Milliarden Pesos erwartet. Die Kanzlei weist jedoch darauf hin, dass dieser Verkaufserlös nicht dem UHC-Programm zugutekommt. Die gesetzlich verankerten Mittel für die Gesundheitsversorgung basieren auf den Spielerträgen der Konzessionen, nicht auf den Erlösen aus dem Verkauf von Vermögenswerten oder Lizenzen.

Nach dem Gesetz zur universellen Gesundheitsversorgung erhält die staatliche Krankenversicherung PhilHealth 50 Prozent des staatlichen Anteils an den Einnahmen der Pagcor. Basierend auf den Spielerträgen von Casino Filipino erhielt das UHC-Programm im Jahr 2024 rund 3,02 Milliarden Pesos und im Jahr 2025 etwa 2,47 Milliarden Pesos. Damit die Gesundheitsversorgung allein durch die künftigen Lizenzgebühren der privaten Betreiber wieder vollständig finanziert werden kann, müssten deren Brutto-Spielerträge mehr als das Dreifache des aktuellen Niveaus erreichen.

Die wirtschaftliche Lage der Branche gestaltet sich derzeit schwierig. Die Brutto-Spielerträge der lokalen Glücksspielindustrie sanken im ersten Quartal um fast 16 Prozent auf 87,6 Milliarden Pesos, was unter anderem auf die Auswirkungen des Nahost-Konflikts zurückgeführt wird. Die Governance Commission für staatliche Unternehmen (GCG) prüft derzeit den Vorschlag zur Umstrukturierung der Pagcor und soll ihre Empfehlung im August an das Büro des Präsidenten übermitteln.