Präsident Marcos würdigt Opfer der Schießerei an Schule in Tacloban
EditPräsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat in seiner jüngsten Ansprache an die Nation (State of the Nation Address, SONA) sein Beileid gegenüber den Familien der drei Schüler ausgedrückt, die bei der Schießerei an der San Jose National High School (SJNHS) in Tacloban City ums Leben kamen.
Der Präsident würdigte den Mut und die Selbstlosigkeit von Chris Lorenz Fabian, Joyancee Separa und Ayessa Nicole Dazo. Er bezeichnete die Jugendlichen als Inspiration für das ganze Land und hob hervor, dass sie versuchten, andere während des Angriffs zu schützen. Der Verlust der Schüler, die durch Gewalt und Nachlässigkeit starben, hinterlasse bei ihren Familien eine große Lücke und stelle eine bittere Lehre für die gesamte Gesellschaft dar, so der Präsident.
Die Angehörigen der Opfer zeigten sich nach der Ehrung durch den Präsidenten gespalten. Während die Anerkennung des Opfers vor dem philippinischen Volk Trost spendete, verstärkt sich gleichzeitig der Ruf nach Gerechtigkeit. Ariet Dazo, die Mutter von Ayessa Nicole Dazo, forderte eine härtere Bestrafung des Täters. Da der 14-Jährige zum Zeitpunkt der tödlichen Schießerei minderjährig war, äußerte sie die Sorge, dass ohne entsprechende Konsequenzen künftig weitere Taten dieser Art folgen könnten.
Dazo appellierte zudem an die Gesetzgeber, die bestehenden Gesetze zur Jugendgerichtsbarkeit zu überprüfen. Sie plädierte dafür, strengere Strafen für minderjährige Straftäter einzuführen, die schwere Verbrechen begehen und Leben fordern. Dabei müsse ein Gleichgewicht zwischen der Rehabilitation der Jugendlichen und der Gerechtigkeit für die Opfer gefunden werden.
Erbea Fabian, die Mutter von Chris Lorenz Fabian, und Jenelyn Badoria, die Mutter von Joyancee Separa, betonten, dass ihr Streben nach Gerechtigkeit dazu dienen soll, ähnliche Tragödien zu verhindern und Schulen als sichere Lernorte zu erhalten. Die Familien bedankten sich für die Unterstützung durch das Büro des Präsidenten, das finanzielle Hilfe leistete, sowie für die regelmäßige Betreuung durch das Ministerium für soziale Wohlfahrt und Entwicklung (Department of Social Welfare and Development, DSWD).
Gleichzeitig forderten die Mütter die Regierungsbehörden auf, die Sicherheit an Schulen zu verstärken, Maßnahmen zur psychischen Gesundheit auszuweiten und die Früherkennung potenzieller Bedrohungen unter Schülern zu verbessern. Die Debatte über eine Änderung der Gesetze für minderjährige Straftäter hält auch Wochen nach der Beisetzung der Opfer an, wobei die Forderung nach strengerer strafrechtlicher Verantwortlichkeit bei grausamen Verbrechen gegen die Prinzipien der Rehabilitation abgewogen wird.
In seiner Rede betonte Präsident Marcos abschließend, dass Kinder vor Kräften geschützt werden müssen, die ihre Verletzlichkeit ausnutzen. Er rief Familien, Gemeinschaften, Schulen und staatliche Institutionen dazu auf, gemeinsam an der Führung und dem Schutz der jungen Generation zu arbeiten. Die gesamte Gesellschaft müsse ihre Verantwortung bei der Erziehung und Fürsorge der Jugend wahrnehmen.





