PISA-Studie 2025: Philippinen erzielen deutlich bessere Ergebnisse in Kernfächern
EditDie Philippinen konnten bei der aktuellen PISA-Studie 2025 in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften deutliche Fortschritte erzielen. Damit gelang es dem Land, aus der Gruppe der zehn schwächsten Teilnehmerstaaten aufzusteigen. Die Ergebnisse des Programms zur internationalen Vergleichsstudie von PISA, das von der OECD durchgeführt wird, wurden am Dienstag, den 8. September, veröffentlicht.
In den Naturwissenschaften erreichten die philippinischen Schülerinnen und Schüler einen Durchschnittswert von 373 Punkten, was einer Steigerung von 17 Punkten gegenüber der vorangegangenen PISA-Erhebung entspricht. Im Fach Mathematik verbesserte sich das Ergebnis um 16 Punkte auf durchschnittlich 371 Punkte, während im Bereich Lesen ein Zuwachs von 20 Punkten auf 367 Punkte verzeichnet wurde. In der weltweiten Rangliste belegt das Land damit den 77. Platz von 91 Teilnehmerländern in den Naturwissenschaften, den 74. Platz von 90 Ländern in Mathematik und den 72. Platz von 90 Ländern im Lesen.
Das Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) bezeichnete diese Resultate als die bisher stärkste Leistung der Philippinen seit dem ersten Beitritt zur globalen Untersuchung im Jahr 2018. In den Jahren 2018 und 2022 waren die Ergebnisse noch sehr enttäuschend ausgefallen; im Jahr 2018 belegte das Land beispielsweise den letzten Platz im Lesen sowie die vorletzten Plätze in Mathematik und Naturwissenschaften. Die aktuelle Verbesserung wird vom DepEd jedoch nicht als Endpunkt, sondern als notwendiger Ausgangspunkt betrachtet, der verdeutliche, wie viel Arbeit noch vor dem Land liege.
Bildungsminister Sonny Angara würdigte die Ergebnisse als bedeutenden Erfolg für die Lernenden und das gesamte philippinische Bildungssystem. Er betonte in einer Pressemitteilung, dass die Zahlen belegten, dass die Schüler zu echtem und bedeutsamem Fortschritt fähig seien. Dennoch müsse man stolz auf die bisherigen Leistungen von Lehrkräften und Schülern sein, aber gleichzeitig entschlossener daran arbeiten, noch größere Fortschritte zu erzielen.
Die Second Congressional Commission on Education (Ecke) hob hervor, dass es nun darauf ankomme, diesen Schwung beizubehalten. Erfolgreiche Bildungsreformen erforderten laut der Kommission eine Beständigkeit der Ziele, eine kontinuierliche Umsetzung sowie das Engagement des gesamten Landes.
Im internationalen Vergleich lagen die Durchschnittswerte der OECD-Länder im Jahr 2025 bei 482 Punkten in den Naturwissenschaften, 463 in Mathematik und 461 im Lesen. Die OECD stellte fest, dass dies die niedrigsten Durchschnittswerte in diesen drei Fächern sei, die jemals bei einer PISA-Studie beobachtet wurden. Während die Leistungen im Lesen seit einem Höchststand um das Jahr 2012 rückläufig sind, sank das Niveau in den Naturwissenschaften über das letzte Jahrzehnt allmählich. In Mathematik war nach 2018 ein besonders starker Rückgang zu verzeichnen. Die Spitzenreiter in allen drei Kategorien waren die chinesischen Regionen Peking, Shanghai, Jiangsu und Zhejiang sowie Singapur. Zu den Top 10 der leistungsstärksten Bildungssysteme gehörten zudem Estland, Japan, Korea, Macau (China), Chinesisch Taipeh und das Vereinigte Königreich.
An der computergestützten Untersuchung nahmen auf den Philippinen rund 8.000 15-jährige Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 208 Schulen teil. Die Teilnehmergruppe setzte sich aus regulären öffentlichen Schulen, öffentlichen Schulen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt sowie Privatschulen zusammen.






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