PhilRice warnt vor Super-El-Niño und rät Landwirten zu Klimaanpassungen
Das Philippine Rice Research Institute (PhilRice) hat Landwirte dazu aufgerufen, sich frühzeitig auf die möglichen Auswirkungen eines Super-El-Niño vorzubereiten. Durch die Einführung klimaresilienter Anbaumethoden und die Nutzung verfügbarer Klimainformationen sollen Verluste bei der Reisproduktion minimiert werden. Diese Initiative folgt der Anweisung von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr., den Agrarsektor des Landes zu stärken, die Landwirte auf den Klimawandel vorzubereiten und die Ernährungssicherheit zu erhöhen.
Leylani Juliano, leitende Wissenschaftliche Forscherin und Projektleiterin des PhilRice Climate Smart Map Project, erklärte, dass ein Super-El-Niño ein sehr starkes El-Niño-Ereignis darstellt, das auf Veränderungen der Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik basiert. Landwirte sollten auf Anzeichen wie trockene Böden, niedrige Wasserstände in Flüssen und Staudämmen, einen verstärkten Schädlingsbefall sowie ein schlechtes Reiswachstum aufgrund extremer Hitzestress-Belastungen achten.
Juliano betonte, dass Wassermangel die Reisproduktion erheblich beeinträchtigt, da die für das Wachstum notwendige Wasserversorgung sinkt. Anhaltend hohe Temperaturen können dazu führen, dass Reispflanzen verwelken, kümmern oder leere bzw. schlecht gefüllte Körner produzieren. Dies veranlasst einige Landwirte dazu, auf Kulturen umzustellen, die weniger Wasser benötigen. Die Auswirkungen eines Super-El-Niño könnten sich zudem auf die Lebensmittelversorgung, die Rohstoffpreise, die Existenzgrundlage der Landwirte und die Beschäftigungsmöglichkeiten in landwirtschaftlichen Gemeinden erstrecken.
Trotz der Trockenheit bedeutet El Niño nicht, dass der Regen vollständig ausbleibt, da aufgrund sich ändernder Wetterlagen weiterhin lokale Gewitter und starke Taifune auftreten können. Um vorzubereiten, empfiehlt PhilRice den Anbau von frühreifenden und dürreresistenten Reissorten, die Anpassung der Aussaatkalender sowie die Diversifizierung der Anbauprodukte in wasserarmen Gebieten. Zudem sollten Techniken wie das „Alternative Wetting and Drying“-Verfahren zur Wassereinsparung genutzt, Regenwasser gespeichert und die Bewässerungsanlagen vor der Trockenzeit einsatzbereit gemacht werden.
Das PhilRice Climate Smart Map Project unterstützt diese Bemühungen. Mithilfe von fast neun Jahren PRISM-Klimadaten, die auch die Auswirkungen der El-Niño-Ereignisse aus den Jahren 2016, 2019 und 2024 berücksichtigen, sowie Bewässerungsdaten der National Irrigation Administration (NIA) identifiziert das Projekt dürregefährdete Reisanbaugebiete. Die daraus entwickelten Klimasmarts-Karten und Eignungskarten für Nutzpflanzen dienen Landwirten und lokalen Regierungen als Leitfaden für die Anpassung von Aussaatplänen und die klimaresiliente Agrarplanung.
Landwirte werden zudem ermutigt, sich über ihre lokalen Regierungen oder die kommunalen Landwirtschaftsämter bei der Philippine Crop Insurance Corporation anzumelden, um im Falle von Ernteverlusten durch extreme Wetterbedingungen Unterstützung zu erhalten.