Philippinisches Innenministerium ordnet landesweite Kulturerfassung nach Baumfällung in Oslob an
Nach der umstrittenen Fällung von zehn historischen Bäumen auf dem öffentlichen Platz von DILG eine landesweite Anordnung zur sofortigen Durchführung von kulturellen Kartierungen (Cultural Mapping) erlassen. LGUs im ganzen Land müssen diese Maßnahme nun umsetzen, um sicherzustellen, dass Bauprojekte keine wertvollen historischen oder kulturellen Wahrzeichen zerstören.
Der Vorfall in Oslob ereignete sich am 13. Juli, als die Stadtverwaltung Bäume fällte, um Platz für ein neues Sport- und Kulturzentrum zu schaffen. Die Rodungen fanden in unmittelbarer Nähe zu historischen Bauwerken aus der spanischen Kolonialzeit statt, darunter die Ruinen des Cuartel und die Immaculate Conception Parish Church. Obwohl eine Genehmigung des Umweltministeriums (Cenro Argao) erst ab dem 23. Juli gültig gewesen wäre, begann die Stadtverwaltung bereits vorzeitig mit den Arbeiten. Ein daraufhin erlassener Baustopp des Umweltministeriums (DENR 7) konnte die Fällung der Bäume nicht mehr verhindern.
Jobers Bersales, Berater für Kulturerbe der Provinzverwaltung, erklärte am 20. Juli 2026, dass dieser Verlust an Natur und Geschichte durch eine ordnungsgemäße Flächennutzungsplanung hätte vermieden werden können. Eine fundierte kulturelle Kartierung hätte den lokalen Beamten die notwendigen Informationen über die Bedeutung der Standorte geliefert. Gemäß dem Gesetz RA 11961, einer Aktualisierung des National Cultural Heritage Act von 2009, sind Kommunen verpflichtet, solche Kartierungen durchzuführen, um natürliche, physische und historische Werte zu dokumentieren und zu schützen. Das Gesetz schreibt zudem vor, dass Plätze aus der Kolonialzeit als offene Räume erhalten bleiben müssen.
Um den Schutz des Erbes zu stärken, führen das Tourismusbüro der Provinz Cebu und das Museo Sugbo bereits seit 2025 Schulungen durch. Diese vier Tage dauernden Workshops sollen Tourismusbeauftragte und Freiwillige darin unterweisen, Kulturerbestätten korrekt zu dokumentieren, damit diese in das nationale Register für Kulturgut aufgenommen werden können. In Städten wie Carcar, Badian und Talisay wurden solche Schulungen bereits durchgeführt; weitere Termine sind für Bogo City und die Gemeinden auf Bantayan geplant.
Quellen
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