Philippinisches Bildungsministerium plant automatische Unterrichtsausfälle bei Extremwetter
EditDas DepEd arbeitet an einem standardisierten System für automatische Unterrichtsausfälle und die Aussetzung der Arbeit vor Ort in Schulen. Die Neuregelung soll bei Notfällen greifen, sobald bestimmte Gefahrenschwellenwerte staatlicher Behörden erreicht werden.
Nach dem vorliegenden Entwurf, der als Verordnung an das Präsidentenamt (Malacañang) übermittelt werden soll, würde der Präsenzunterricht automatisch ausgesetzt, wenn beispielsweise ein Hitzeindex von 40 Grad Celsius oder höher erreicht wird. Auch offizielle Regenwarnungen, vulkanischer Smog oder eine erhöhte Luftverschmutzung würden eine automatische Suspendierung auslösen. Der Unterricht und die Arbeit vor Ort könnten erst wieder aufgenommen werden, wenn die Warnungen aufgehoben wurden und die Schulen die erforderlichen Sicherheitsinspektionen bestanden haben.
Bildungsminister Sonny Angara erklärte, das Ziel der Neuregelung sei es, die Sicherheit der Lernenden und Lehrkräfte mit der Kontinuität des Unterrichts in Einklang zu bringen. In Übereinstimmung mit der Anweisung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., sowohl die Sicherheit als auch die Erholung des Lernens zu priorisieren, arbeite man eng mit lokalen Führungspersönlichkeiten an einem ausgewogenen Rahmenwerk. Um Lernunterbrechungen zu minimieren, sieht der Plan flexible Lernmethoden und Selbstlernmaterialien vor, falls ein Präsenzunterricht nicht sicher möglich ist.
Neben dem automatischen System sollen lokale Regierungsvertreter und Schulleiter die Möglichkeit behalten, punktuelle oder schulspezifische Aussetzungen aufgrund der Lage vor Ort zu erklären. Bei öffentlichen Schulen ist hierfür die Zustimmung der zuständigen Schulabteilungsleiter (Schools Division Superintendents) erforderlich, während die Wiederaufnahme nach lokalen Aussetzungen durch die jeweilige Lokalregierung genehmigt werden muss. Schulleiter privater Schulen können ebenfalls eigenständig entscheiden, müssen sich jedoch eng mit den lokalen Behörden abstimmen.
Das DepEd führt derzeit landesweite Konsultationen durch. Beteiligt sind unter anderem lokale Regierungen, DILG, das DOST, das DOH, die PAGASA, das PHIVOLCS und DENR. Auch die Hochschulkommission (CHED) und TESDA sind in den Prozess eingebunden. Bevor die Empfehlungen finalisiert werden, sollen zudem Lehrer, Eltern und Schüler angehört werden.



