Philippinen-Adler Lakpue erholt sich nach Angriff durch Haushund
EditEin philippinischer Adler namens Lakpue erholt sich nach einem Angriff durch einen Haushund in der Provinz Leyte. Der Greifvogel erlitt bei der Begegnung mit dem Hund in Burauen schwere Verletzungen, die zum vollständigen Verlust einer seiner Krallen führten.
Laut Jayson Ibañez, dem Direktor für Forschung und Naturschutz bei der PEF, zeigt der Adler einen guten Appetit. Der Vogel wird derzeit in der Doc Bayani Animal Wellness Clinic in Davao City medizinisch betreut. Bevor ein Transfer in das PEC zur weiteren Rehabilitation erfolgen kann, müssen die Ergebnisse einer vollständigen Blutuntersuchung sowie eines Screenings auf Krankheiten abgewartet werden.
Der Vorfall ereignete sich laut einem Update der PEF vom 20. August in der Nähe des Marabong-Flusses. Ein Hund, der sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in Begleitung seines Besitzers befand, traf im Wald auf den Adler. Ibañez bezeichnete die Verletzung als schwerwiegend, da Greifvögel wie Adler, Habichte oder Eulen zwingend auf ihre scharfen, gebogenen Krallen angewiesen sind, um Beute zu greifen, zu überwältigen und zu töten.
Es besteht jedoch die Hoffnung auf eine natürliche Regeneration. Sofern das Wachstumsgewebe nicht massiv geschädigt wurde, kann eine Kralle nachwachsen. Da das Gewebe um den Zehenknochen bisher intakt scheint, liegt der Fokus der Behandlung nach der Verlegung in das PEC auf der Ernährung und der Rehabilitation, um das Wachstum der Kralle zu stimulieren.
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nachdem der vom Aussterben bedrohte Adler beim Trinken und Jagen in der Wildnis gesichtet worden war. Lakpue war erst im September 2025 ausgewildert worden. Die Rehabilitation wird sich nicht nur auf die körperliche Genesung konzentrieren, sondern auch auf die Prüfung seiner Fähigkeiten als Wildtier. Spezialisten werden seine Agilität, sein Gleichgewicht, seine Kraft, seine Koordination sowie seine Jagdfähigkeiten genau überwachen.
Für die zukünftige Wiederauswilderung plant die PEF, Lakpue in tiefer gelegene Waldgebiete zwischen mehreren Gemeinden in Leyte, in der Nähe der Stadt Javier, zu bringen. Um solche Konflikte zu vermeiden, soll vor der Freilassung eine groß angelegte Aufklärungskampagne durchgeführt werden. Ziel ist es, die Anwohner und Haustierbesitzer dazu zu bewegen, ihre Tiere, insbesondere Hunde, von den inneren Waldgebieten fernzuhalten.





