Philippine Airlines verzeichnet Nettoverlust durch explodierende Treibstoffkosten
EditDie Treibstoffkosten der Fluggesellschaft Philippine Airlines (PAL) sind im ersten Halbjahr 2026 massiv angestiegen und haben das Unternehmen in die roten Zahlen getrieben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Ausgaben für Treibstoff um 48,2 Prozent auf insgesamt 674,5 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 219,5 Millionen US-Dollar entspricht.
Der Grund für diesen Anstieg liegt im Konflikt im Nahen Osten, der die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben hat. Infolgedessen machten die Treibstoffkosten nun 39,2 Prozent der gesamten Betriebsausgaben von PAL aus, während dieser Anteil im Vorjahreszeitraum noch bei 30,3 Prozent lag.
Trotz eines Umsatzwachstums von 5,9 Prozent auf 1,746 Milliarden US-Dollar konnte PAL für das erste Halbjahr einen Nettoverlust von 25,1 Millionen US-Dollar ausweisen. Im direkten Vergleich dazu stand im ersten Halbjahr 2025 noch ein Nettoüberschuss von 136,7 Millionen US-Dollar.
Das zweite Quartal 2026 war besonders belastet, mit einem Anstieg der Treibstoffkosten um 88,2 Prozent auf 422,9 Millionen US-Dollar im Jahresvergleich. Dies führte zu einem Nettoverlust von 103,6 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal, nachdem das Unternehmen im Vorjahresquartal noch einen Gewinn von 60,2 Millionen US-Dollar erzielt hatte.
Richard Nuttall, Präsident von PAL, erklärte, dass der Konflikt im Nahen Osten einen erheblichen kurzfristigen Druck auf die Treibstoffkosten ausübe. Er betonte jedoch, dass die Ergebnisse des zweiten Quartals diese Auswirkungen widerspiegeln, die allgemeine Leistung des ersten Halbjahres aber die zugrunde liegende Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zeige.
Um auf die Situation zu reagieren, hat PAL Anpassungen bei den Flugpreisen und der Kapazität auf ausgewählten Inlandsrouten sowie Verbindungen in den Nahen Osten und die Region vorgenommen. Der Passagierverkehr sank im ersten Halbjahr um 3,1 Prozent auf 8,2 Millionen Personen, während die Auslastung der Flugzeuge von 81,6 Prozent auf 78,9 Prozent zurückging.
Trotz der finanziellen Belastungen verfügt die Fluggesellschaft Ende Juni über Barmittel in Höhe von 456,3 Millionen US-Dollar und erwirtschaftete einen positiven freien Cashflow von 135 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen setzt daher weiterhin auf Investitionen in die Flotte und strategische Partnerschaften. Für das zweite Halbjahr bleibt der Konflikt im Nahen Osten als entscheidender Unsicherheitsfaktor für die Treibstoffpreise, die Inflation und die Reisebereitschaft bestehen.




