Personalmangel in der philippinischen Luftfahrt: CAAP meldet Defizit von 1.200 Fluglotsen
EditDie philippinische Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority of the Philippines (CAAP) warnt vor einem erheblichen Mangel an Fachpersonal in der Flugsicherung. Aktuell fehlen dem Land rund 1.200 Fluglotsen, da derzeit lediglich 914 qualifizierte Kräfte im Einsatz sind, teilte die Behörde am Montag mit.
CAAP-Generaldirektor Raul Del Rosario erklärte in der Sendung Bagong Pilipinas, dass die laufenden Ausbildungsmaßnahmen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Die Behörde führt pro Jahr zwei Kurse für Fluglotsen durch, aus denen jährlich lediglich etwa 60 bis 90 Absolventen hervorgehen. Dieser Wert sei sowohl im lokalen als auch im globalen Vergleich unzureichend, da die Tätigkeit hochspezialisiert und von kritischer Bedeutung sei.
Um die Ausbildung zu beschleunigen und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen, hat die CAAP in einen modernen Simulator für den Flugverkehr und den Anflug investiert. Laut Del Rosario ermöglicht die neue Technologie das Training unter verschiedensten Bedingungen, wie etwa extremen Wetterlagen oder Notfallszenarien, ohne dass tatsächliche Flüge durchgeführt werden müssen.
Angesichts des Fachkräftemangels richtete die Behörde einen Appell an die jüngere Generation. Die Luftfahrtbranche biete weit mehr Möglichkeiten als nur das Fliegen oder die Wartung von Flugzeugen. Auch Bereiche wie die Flugverkehrskontrolle stünden offen. Dieses Vorhaben unterstütze zudem eine Initiative der International Civil Aviation Organization (ICAO), die darauf abzielt, die nächste Generation von Fachkräften in der Luftfahrt zu stärken.


