Politik: Landesweit

Oberster Gerichtshof weist Abwehrversuche gegen Amtsenthebungsverfahren gegen Sara Duterte ab

Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hat die Sammelklagen von Vizepräsidentin Sara Duterte und einer Gruppe von Anwälten zurückgewiesen, die das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen sie stoppen sollten. In einer Sitzung des gesamten Gerichtsverbandes (En Banc) am Mittwoch, den 5. August 2026, entschied das höchste Gericht, dass die Klagen gegen die Verfahren des Repräsentantenhauses gegenwärtig nicht mehr entscheidungsrelevant seien.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Die Begründung der Richter liegt darin, dass die Angelegenheit als gegenstandslos gilt. Da das Repräsentantenhaus die Anklageschrift (Articles of Impeachment) bereits verabschiedet und am 13. Mai an den Senat übermittelt hat, sei die Rolle des Unterhauses im Impeachment-Prozess abgeschlossen. Das Verfahren habe bereits die nächste Stufe erreicht, da der Senat als Amtsenthebungsgericht bereits tagt und sich zum Zeitpunkt der Entscheidung bereits am 13. Tag der Verhandlungen befand.

Der Gerichtshof stellte klar, dass eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der vorangegangenen Maßnahmen des Justizausschusses des Repräsentantenhauses keinen Einfluss mehr auf den aktuellen Streitpunkt im Senat hätte. Zwar könne das Gericht in Ausnahmefällen auch bei gegenstandslosen Fällen noch Urteile fällen, doch seien im vorliegenden Fall keine der dafür erforderlichen Ausnahmeregelungen erfüllt.

Die Klagen stützten sich auf verschiedene rechtliche Einwände. Die Anwaltsgruppe um Israelito Torreon, zu der auch Victor Rodriguez, Martin Delgra III, Jimmy Bondoc, Raul Lambino, Luna Acosta-Manlitoc und weitere gehörten, hatte argumentiert, dass der Justizausschuss seine verfassungsmäßige Befugnis überschritten habe, indem er Beweise sammelte und Zeugen zur Aussage zwang. Zudem wurde die Feststellung des Ausschusses angefochten, dass zwei der vier vorliegenden Beschwerden in Form, Inhalt und Begründung ausreichend seien.

In ihrer eigenen Petition, die sie am 1. April einreichte, argumentierte Vizepräsidentin Duterte, dass die Beschwerden aufgrund einer Verletzung der einjährigen Sperrfrist für Amtsenthebungsverfahren ungültig seien. Sie kritisierte zudem, dass die Überweisung der Beschwerden lediglich durch den Regelungsausschuss und nicht durch das gesamte Repräsentantenhaus als Kollektiv erfolgt sei. Bereits im März 2026 hatte sie zudem versucht, TRO die Anhörungen zu stoppen.

Gegen Duterte werden schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Diese umfassen den Missbrauch von vertraulichen Geldern, die Anhäufung unerklärlichen Vermögens, die Bestechung von Regierungsbeamten sowie Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta Marcos und den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez.