Gesellschaft

Neues Handbuch soll ehemalige Kämpfer in die Gesellschaft integrieren

Das DSWD in der Region 9 hat das sogenannte Pagsumadja-Handbuch vorgestellt. Dabei handelt es sich um den ersten Leitfaden für Moderatoren in der Region, der speziell für Friedensgespräche mit ehemaligen Mitgliedern nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen entwickelt wurde. Ziel des Programms ist es, die erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft durch Dialog, Lernen und die Teilnahme an Gemeinschaftsprozessen zu unterstützen.

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Bild: PIA - COVER PHOTO-11

Der Name des Handbuchs leitet sich vom Tausug-Begriff Pagsumadja ab, was eine kleine Gemeinschaft versinnbildlicht, die zu einem offenen Dialog und zur Beratung zusammenkommt. Das Werk soll Vertrauen aufbauen, das gegenseitige Verständnis fördern und den Frieden stärken. Es entstand durch Konsultationen, Hausbesuche und Fokusgruppendiskussionen mit den Betroffenen selbst und umfasst fünf Lernmodule. Diese Module behandeln die dringendsten Anliegen ehemaliger Kämpfer und unterstützen Fallmanager des DSWD dabei, strukturierte Diskussionen zu führen, die zur Selbstreflexion, zur Entwicklung von Lebenskompetenzen und zu positivem Verhaltenswandel anregen.

Der regionale Programmkoordinator Jayson Elias erklärte, dass das Handbuch entwickelt wurde, um Wissenslücken zu schließen, die ehemalige Mitglieder bewaffneter Organisationen während ihrer Zeit in diesen Gruppen hinterlassen haben. Da diese Personen nun als entwaffnete Kämpfer gelten, wolle die Regierung durch solche Maßnahmen Veränderungen in ihrem Leben bewirken und sie willkommen heißen, damit sie sich als Teil der Gemeinschaft fühlen.

Barangay East Rembo in Makati city
Symbolbild: Envato

Die Lernsitzungen sollen den Teilnehmern helfen, sich wieder mit ihren Gemeinschaften zu vernetzen, lebensnotwendige Fähigkeiten zu erwerben und das Risiko zu verringern, erneut zu bewaffneten Gruppen zurückzukehren. Riduan Hadjimuddin, der Regionaldirektor des DSWD-9, erwartet, dass das Handbuch als Modell für andere Regionen dienen und sich zu einer Arbeitsstrategie weiterentwickelt, die den Gemeinschaftsdialog und langfristige Friedensbemühungen stärkt.

Die stellvertretende Regionaldirektorin Socorro Macaso betonte, dass viele ehemalige Mitglieder bewaffneter Gruppen nach wie vor keinen Zugang zu staatlichen Dienstleistungen und Möglichkeiten haben. Durch das Handbuch und die Zusammenarbeit mit Partnerbehörden strebt das DSWD an, ihnen zu helfen, produktive Mitglieder der Gesellschaft zu werden, ihre Familien zu stärken und zu friedlichen sowie inklusiven Gemeinschaften beizutragen. Nach der Einführung plant das DSWD-9, weitere Exemplare des Handbuchs für Sozialarbeiter und Fallmanager zu produzieren, damit die Friedens- und Reintegrationsinitiativen in der gesamten Region ausgeweitet werden können.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.