Negros Oriental: Rückgang der Unterernährung bei Kindern durch Umweltschutz und lokale Programme
EditAktualisiert am 23.07.2026: Weitere PIA-Meldungen derselben regionalen Kampagne wurden in diesem Artikel zusammengeführt.
In der Provinz Negros Oriental ist die Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren zwischen 2021 und 2025 gesunken. Wie die Gesundheitsbehörden während eines „Kapihan sa PIA“-Forums am 15. Juli 2026 in Dumaguete City berichteten, konnte die Rate der Untergewichtigkeit von 5,2 % auf 4,8 % gesenkt werden. Auch bei Wachstumsverzögerungen (Stunting) sank der Wert von 10,6 % auf 9,2 %, während die Rate für akuten Gewichtsverlust (Wasting) von 3,4 % auf 2 % zurückging.
Dr. Liland Estacion, die provinzielle Gesundheitsbeauftragte und Beauftragte des Ernährungsausschusses (Provincial Nutrition Committee, PNC), schrieb diese Fortschritte der Zusammenarbeit zwischen den lokalen Regierungen, Gesundheitshelfern und anderen Akteuren zu. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Kampagne für die ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes, die Mütter zur Stillförderung und zur Vermeidung von Säuglingsnahrung motiviert.
Ein zentraler Aspekt der Strategie ist die Verknüpfung von Umweltschutz und Ernährung. Manric Barillo, Leiter der Abteilung für Umwelt und natürliche Ressourcen der Provinz, erklärte, dass die Pflege des Bodens und die Wasserkonservierung entscheidend für die Produktion nährstoffreicher Ernten seien. Durch den Schutz der Wassereinzugsgebiete, darunter das Cuernos de Negros Watershed (Mount Talinis), das Tayasan Watershed, das Bateria Watershed in Guihulngan City und der Balinsasayao Twin Lakes Natural Park in Sibulan, bleibe der Boden fruchtbar, was direkt zur Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung beitrage.
Um die Wasserressourcen zu sichern, setzt die Provinz auf das integrierte Wasserressourcen-Managementprogramm sowie auf die Exekutivverordnung Nr. 26 von Gouverneur Manuel „Chaco“ Sagarbarria, die ein Programm zur Überwachung der Wasserqualität in Zusammenarbeit mit lokalen Wasserbezirken institutionalisiert.
Flankierend zu diesen Maßnahmen setzt die Provinz auf landwirtschaftliche Programme wie „Gulayan at Palaisdaan sa Kabataan“ (GPAK). Seit 2005 fördert dieses Programm die Selbstversorgung: In etwa 86 öffentlichen Schulen betreiben Schüler, Eltern und Lehrer Gemeinschaftsgärten für Gemüse oder die Fischzucht. Die Ernten dienen den Ernährungsprogrammen der Schulen; Überschüsse können verkauft oder privat genutzt werden. Das PAO hat das Programm zudem als Wettbewerb ausgestaltet, bei dem erfolgreiche Schulen oder Gemeinden Projekte der Provinzverwaltung als Preis erhalten.
Zusätzlich bietet das PAO unter der Leitung von Emmanuel Caduyac Kochkurse für Mütter von unterernährten Kindern an. Dabei werden lokale Zutaten wie Alugbati (Ceylonspinat), Monggo (Mungbohnen), Malunggay (Moringa), Kalabasa (Kürbis) und Saluyot (Jute) verwendet, um nährstoffreiche Speisen wie Gemüse-Patties, Kürbis-Nudeln oder Süßkartoffel-Donuts für Kinder attraktiver zu machen.
Die Provinz strebt zudem den „Green Banner Award“ des Nationalen Ernährungsrates (NNC) an, der für herausragende Leistungen im Management lokaler Ernährungsprogramme verliehen wird. Im Rahmen der diesjährigen Ernährungsmonats-Kampagne setzt das PNC auch auf eine Videokampagne für Schüler der Oberstufe, um diese zu Botschaftern für die richtige Ernährung und den Umweltschutz im Sinne des philippinischen Aktionsplans für Ernährung (PPAN) zu machen.


