Negros Oriental bereitet Landwirte auf El Niño-Trockenperiode vor
Die Provinzverwaltung von Negros Oriental intensiviert ihre Maßnahmen, um die drohenden Auswirkungen des El Niño-Phänomens auf den Agrarsektor abzumildern. Bei einer Sitzung des Provinzrates für Katastrophenvorsorge und -management (PDRRMC) am 14. Juli 2026 in Dumaguete City wurden Strategien zur Bewältigung der erwarteten Trockenheit erörtert.
Das DA warnt davor, dass eine anhaltende Trockenperiode die rund 5.329 Hektar regenabhängiger landwirtschaftlicher Flächen in der Provinz beeinträchtigen könnte. Laut Prognosen des Meteorologen Dan Caber von der staatlichen Wetterbehörde PAGASA entwickelt sich El Niño zwischen Juni und August, verstärkt sich von Oktober bis Dezember und könnte bis Anfang 2027 anhalten. Ein starkes El Niño-Ereignis kann zu unterdurchschnittlichen Niederschlägen, trockenen Bedingungen und Wasserknappheit führen, was nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Wasserressourcen, die Energieerzeugung und die öffentliche Gesundheit gefährdet.
Provinzverwalter Arthur Tolcidas wies den Rat an, über das Landwirtschaftsministerium und das PAO mehr als 200 Bauernverbände zu informieren. Ziel ist es, die Landwirte über die Auswirkungen von El Niño aufzuklären und sie auf Minderungsmaßnahmen vorzubereiten. Bernard Limbaga, Koordinator für landwirtschaftliche Technologie beim DA, betonte die Notwendigkeit einer frühzeitigen Informationsverbreitung nach Distrikten oder Clustern.
Besonders betroffen von den geringeren Niederschlägen sind regenabhängige Gebiete wie Bayawan City mit 2.756 Hektar, Mabinay mit 1.088 Hektar, Guihulngan City mit 262 Hektar und Tayasan mit 180 Hektar. Während regenabhängige Flächen unter Dürren leiden, könnten bewässerte Gebiete von einem positiven Effekt profitieren: Limbaga erklärte, dass bakterielle und Pilzerkrankungen unterdrückt werden könnten, da diese für die Ausbreitung und Infektion der Pflanzen mehr Wasser benötigen. Die 19.000 Hektar bewässerter Flächen der Provinz gelten daher als primäre Verteidigungslinie für die landwirtschaftliche Stabilität.
Um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, schult das Landwirtschaftsamt unter der Leitung von Manny Caduyac die Landwirte im Anbau dürreresistenter Nutzpflanzen, die weniger Wasser benötigen. Zudem werden kostenlose Gemüsesetzlinge verteilt. Unterstützt werden dabei insbesondere Gruppen, die an den Programmen „Local Adaptation to Water Access“ (LAWA) und „Breaking Insufficiency through Nutritious Harvest for the Impoverished“ (BINHI) teilnehmen. Laut Caduyac ernten die Landwirte durch diese Programme bereits Tilapia und Gemüse für den Eigenbedarf sowie für den Verkauf auf lokalen Märkten.