NBI prüft mögliche Verschwörung hinter Drohungen gegen Präsident Marcos
Der Direktor des Nationalen Büros für Ermittlungen (NBI), Melvin Matibag, hat im Rahmen des Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte die Möglichkeit einer Verschwörung angeführt. Die Ermittlungsbehörde untersuche, ob die Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. koordiniert geplant wurden, da sie aus demselben Familienkreis stammen.
Matibag sagte am Dienstag vor Gericht, dass sowohl Vizepräsidentin Duterte als auch der Bürgermeister von Davao City, Sebastian „Baste“ Duterte, Äußerungen getätigt hätten, die sich explizit auf den Kopf des Präsidenten bezogen. Während einer Kundgebung im April habe Sebastian Duterte im Kontext von Korruptionsvorwürfen geäußert, man wolle lediglich den „Kopf“ von Marcos. Auch Sara Duterte habe in der Vergangenheit davon gesprochen, dessen Kopf „abzutrennen“.
Die Ermittlungen des NBI konzentrieren sich laut Matibag nicht mehr nur auf bloße Drohungen, sondern auf die Annahme eines konkreten Plans. Er verwies dabei auf eine Aussage der Vizepräsidentin vom 23. November, in der sie behauptet habe, bereits mit einer Person gesprochen zu haben, die bereit sei, den Präsidenten sowie die First Lady und den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten. Diese Äußerungen ließen darauf schließen, dass die Vizepräsidentin ihre Absichten in einer Pressekonferenz bereits öffentlich angekündigt habe.
Das NBI hatte eine spezielle Task Force eingerichtet, um diese Vorfälle zu untersuchen. Matibag betonte, dass eine Bedrohung für das Leben des Präsidenten gleichzeitig eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstelle. Er fungiert als letzter Zeuge der Anklage im Verfahren zu Artikel IV der Amtsenthebungsartikel, der sich mit den mutmaßlichen Morddrohungen und der Aufstachelung zum Aufruhr durch öffentliche Äußerungen der Vizepräsidentin befasst.