Naturgebasstes Abwasserreinigungssystem in Mambajao gestartet
EditDas DOST und die Lokalverwaltung von Mambajao haben am 22. Juli den Bau einer naturbasierten Abwasserreinigungsanlage eingeleitet. Das Projekt mit dem Namen „Multi-Stage Engineered Phytoremediation Systems“ (Multi-STEPS) soll das Abwassermanagement verbessern und die Flüsse, Küstengewässer sowie die marinen Ökosysteme der Insel Camiguin schützen.
Die Anlage wird in Sitio Balintawak im Bezirk Poblacion von Mambajao errichtet. Der Spatenstich erfolgte im Rahmen der Regionalen Woche für Wissenschaft, Technologie und Innovation 2026. Laut DOST-Sekretär Renato Solidum Jr. unterstreicht das Projekt die Bedeutung von Wissenschaft und Technologie für den Umweltschutz und die Katastrophenvorsorge. Er betonte, dass die Stärkung der evidenzbasierten Entscheidungsfindung dazu beitrage, sicherere und widerstandsfähigere Gemeinschaften aufzubauen.
Das Multi-STEPS-System nutzt die sogenannte Phytoremediation, bei der gezielt ausgewählte Pflanzen in mehreren Reinigungsstufen eingesetzt werden. Diese Pflanzen absorbieren Schadstoffe, Bakterien, überschüssige Nährstoffe und Schwermetalle aus dem Abwasser, bevor das gereinigte Wasser sicher in die Umwelt abgegeben wird. Die Provinzdirektorin für Wissenschaft und Technologie, Katherine Banaag, erklärte, dass diese Technologie dazu beitrige, die negativen Auswirkungen von unreinem Wasser zu verhindern.
Die neue Anlage soll zudem den wachsenden Tourismus auf Camiguin unterstützen, da mit der wirtschaftlichen Entwicklung auch das Abwasseraufkommen steigt. Ohne eine ordnungsgemäße Behandlung würde dieses letztlich die lokalen Gewässer und Meeresökosysteme belasten. Neben der Reinigung dient die Einrichtung als Demonstrations- und Lernzentrum für lokale Behörden, Studierende, Forscher und interessierte Gemeinden, um naturbasierte Technologien kennenzulernen.
Mambajao-Bürgermeister Yñigo Jesus Romualdo wählte für den Standort einen Platz neben dem zukünftigen öffentlichen Markt von Mambajao. Damit wolle die Gemeinde sicherstellen, dass wirtschaftliche Entwicklung, wie etwa neue Chancen für Landwirte, Fischer und Unternehmer, Hand in Hand mit verantwortungsvollem Umweltmanagement geht. Das Projekt soll als Modell für andere Gemeinden dienen, um Wasserressourcen durch nachhaltige Entwicklung zu schützen.





