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Missbrauch und Nichtnutzung von Katastrophengeldern in Western Visayas kritisiert
EditIn der philippinischen Region Western Visayas gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich der Verwaltung der lokalen Katastrophenschutzmittel. Melissa Banias, die eine Abteilung des Office of Civil Defense (OCD) leitet, die die Ausgaben der Gemeinden prüft, bezeichnete den Local Disaster Risk Reduction and Management Fund als anfällig für Missbrauch. Sie kritisierte, dass Gelder für Aktivitäten verwendet würden, die nicht in den ursprünglichen Plänen vorgesehen waren.
Trotz der Notwendigkeit strengerer Kontrollen in einer Region, die jährlich etwa 20 Zyklone erlebt, wird die Effektivität der aktuellen Maßnahmen hinterfragt. Im Jahr 2025 wurden in Western Visayas lediglich 53 Katastrophenschutzpläne genehmigt. Angesichts der Anzahl der Städte und Gemeinden in der Region, wobei Negros Occidental mittlerweile eine eigene Region bildet, wird dies als unzureichend angesehen. Ein genehmigter Plan garantiert lediglich die Einhaltung formaler Richtlinien, stellt jedoch keine tatsächliche Einsatzbereitschaft der Gemeinden vor Ort sicher.
Ein weiteres Problem ist die ungleiche Verteilung der Ressourcen. Kommunen der vierten bis sechsten Klasse verfügen über deutlich weniger Mittel als wohlhabendere Gebiete. Strengere Prüfverfahren könnten diese Kluft eher vergrößern, da ärmere Gemeinden oft nicht über die Kapazitäten verfügen, die komplexen Anforderungen für eine Planprüfung zu erfüllen.
Neben dem Missbrauch steht die Nichtnutzung von Geldern im Fokus. Eine Sonderprüfung der Katastrophenmittel für das Jahr 2024 durch die Commission on Audit (COA) deckte auf, dass die Auslastung in 70 lokalen Regierungseinheiten (LGUs) teilweise bei nur 1,41 Prozent lag. Während eine Stadt in Metro Manila über 2,124 Milliarden PHP zurückhielt, wurde auch die Provinz Capiz in Western Visayas als eine Region mit extrem geringen Ausgaben genannt. Grund hierfür sei die Angst der Beamten vor nachträglichen Beanstandungen durch die Rechnungsprüfungsbehörde.
Diese bürokratischen Hürden stehen im Widerspruch zum im September 2025 unterzeichneten Gesetz Republic Act No. 12287, dem Declaration of State of Imminent Disaster Act. Dieses Gesetz soll präventive Maßnahmen vor dem Eintreten einer Katastrophe ermöglichen. Experten fordern daher nicht weniger Aufsicht, sondern eine intelligentere Unterstützung, die Planungshilfe für schwächere Gemeinden bietet und beschleunigte Verfahren für vorausschauende Maßnahmen ermöglicht.














