Mindoro State University för der Ernährungssicherheit durch Gartenbau-Projekt
Im philippinischen Oriental Mindoro erhalten immer mehr Familien durch eine neue Technologie für den Hausgarten Zugang zu frischem Gemüse. Die Mindoro State University (MinSU) hat hierfür das Projekt S.A.G.I.P. (Survival Agriculture through Green Innovative Practices) entwickelt, das nun verstärkt von LGUs übernommen wird, um die Ernährungssicherheit in den Haushalten zu stärken.
Das Projekt setzt auf ein Modell für den Hinterhofgarten, das eine Fläche von lediglich zwei mal drei Metern nutzt. Dabei werden horizontale und vertikale Anbautechniken kombiniert, um den verfügbaren Raum optimal auszuschöpfen. Auf dem Demonstrationsgelände der Universität konnten bereits erfolgreich Salat, Senf, Pechay und Kangkong angebaut werden. Zudem befindet sich die Pilzproduktion bereits in ihrem dritten Zyklus, was zeigt, dass auf kompaktem Raum kontinuierlich verschiedene Nutzpflanzen kultiviert werden können.
Die Stadtverwaltung von Gloria hat das Modell von Projekt S.A.G.I.P. bereits als Teil ihrer Initiativen zur Ernährungssicherheit und Existenzsicherung übernommen. Die Technologie wird dort in Programme integriert, die Haushalte dazu ermutigen, ihre eigene Nahrung anzubauen. Auch die Lokalverwaltungen der Gemeinden Victoria und Bongabong haben nach entsprechenden Präsentationen Interesse an einer Umsetzung bekundet. In den Gesprächen ging es vor allem darum, wie Schulen, Kommunen und die Gemeinschaft zusammenarbeiten können, um landwirtschaftliche Technologien mit minimalem Investitionsbedarf zu fördern.
Dr. Enya Marie D. Apostol, Präsidentin der MinSU und Leiterin von Projekt S.A.G.I.P., erklärte, dass die wachsende Unterstützung der lokalen Regierungen zeige, wie Universitätsforschung in gemeinschaftsbasierte Entwicklungsprogramme überführt werden kann. Sie betonte, dass die Übernahme der Innovationen durch Partnergemeinden beweise, dass wissenschaftliche Erkenntnisse durch Zusammenarbeit zu wirksamen Maßnahmen für die Gemeinschaft werden können.
Apostol unterstrich zudem die Verantwortung von Hochschulen, sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse nicht nur in Laboren oder auf Demonstrationsfarmen verbleiben. Durch Projekt S.A.G.I.P. sollen praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Technologien direkt in die Gemeinden gebracht werden. Dies soll Familien dabei helfen, ihre eigene Nahrung zu produzieren, die Widerstandsfähigkeit der Haushalte zu stärken und zur lokalen Ernährungssicherheit beizutragen, insbesondere angesichts steigender Lebensmittelpreise und wechselnder Wetterbedingungen.