Migration Summit in Mindanao: Fokus auf Klimawandel und Schutz von Migranten
Vom 28. bis 30. Juli findet in Davao der zweite regionale Gipfel zum Thema Migrationssteuerung, Frieden und Entwicklung statt. Über 160 Akteure werden im Pinnacle Hotel und Suites zusammenkommen, um Herausforderungen der Migration zu diskutieren und politische Empfehlungen zu erarbeiten.
Organisiert wird die dreitägige Veranstaltung vom Mindanao Migrants Center for Empowering Actions, Inc. (MMCEAI) gemeinsam mit Partnerinstitutionen. Inorisa Sialana Elento, die Exekutivdirektorin des MMCEAI, wies darauf hin, dass Migration zwar Chancen auf wirtschaftlichen Aufstieg bietet, Migranten und ihre Familien jedoch auch Risiken wie Ausbeutung, familiäre Trennung, unsichere Arbeitsbedingungen und irreguläre Migrationswege ausgesetzt sind.
Die thematischen Workshops des Gipfels konzentrieren sich auf vier zentrale Säulen: die Situation von Kindern von Übersee-Arbeitnehmern (OFWs), irreguläre Migrationskorridore, klimabedingte Migration sowie die Binnenmigration und Urbanisierung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verwaltung informeller Routen, etwa für Rückkehrer aus Sabah, sowie auf der Steuerung von Bevölkerungsverschiebungen aus ländlichen Gebieten in Städte, um die staatliche Versorgung sicherzustellen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Klimawandel. Mark Peñalver, Exekutivdirektor von Interfacing Development Interventions and Sustainability, betonte, dass Umweltfaktoren und Klimakatastrophen mittlerweile Hauptursachen für Vertreibung seien. Er verwies auf Küstenveränderungen, Überschwemmungen und Erdrutsche in Mindanao und angrenzenden Provinzen, die die Lebensgrundlagen in der Landwirtschaft und Fischerei zerstören. Zudem warnte Peñalver, dass Menschen in temporären Umsiedlungsgebieten besonders anfällig für Menschenhandel und betrügerische Rekrutierungsschemata seien.
Die während der Workshops erarbeiteten politischen Beschlüsse sollen offiziell an nationale Regierungsbehörden übergeben werden, um künftige gesetzliche Maßnahmen zu unterstützen.
Quellen
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