Metro Manila droht Wasserknappheit: Angat-Stausee auf Rekordtief
EditMetro Manila könnte im Jahr 2027 vor einer Krise in der Wasserversorgung stehen, sofern sich der Wasserstand im Angat-Stausee bis Ende 2026 nicht deutlich erholt. Dies warnte die staatliche Wetterbehörde PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration) am vergangenen Wochenende.
Der Wasserstand des Damms sank bis Donnerstagmorgen um 8:00 Uhr auf 151,45 Meter. Dies stellt den niedrigsten Stand seit Aufzeichnungsbeginn dar und liegt fast 60 Meter unter dem normalen Hochwasserstand. Um das Risiko von Wasserknappheit zu verringern, müsste der Pegel des Reservoirs bis zum Jahresende etwa 210 Meter erreichen.
Laut PAGASA wird erwartet, dass das anhaltende Super-El-Niño-Phänomen bis Anfang 2027 andauert. Dies führt zu unterdurchschnittlichen Niederschlägen, die die wichtigste Wasserquelle für Metro Manila weiter belasten könnten. Das Angat-Ipo-La Mesa-Wassersystem, zu dem der Angat-Damm gehört, deckt rund 90 Prozent des Wasserbedarfs der Metropolregion.
Das MWSS erklärte, dass die Wasserzuteilung für Metro Manila um fast ein Drittel reduziert werden müsste, falls der Pegel des Reservoirs unter 150 Meter fällt. In diesem Fall müssten die Betriebsabläufe auf den tiefer gelegenen Bypass-Auslass des Damms umgestellt werden.
Regenfälle durch den Südwestmonsun und das tropische Wettersystem Kiyapo könnten vorübergehende Entlastung bringen. Schätzungen zufolge könnten etwa 100 Millimeter Niederschlag im Einzugsgebiet des Angat-Damms den Wasserstand um etwa 5 bis 7 Meter anheben. Dennoch prognostiziert PAGASA, dass der Wasserstand bis Ende Oktober lediglich 172,74 Meter erreichen könnte, was immer noch unter dem minimalen Betriebsniveau läge.
Angesichts der Lage fordert die Behörde die Bevölkerung zur Wassereinsparung auf. Gleichzeitig prüfen staatliche Stellen mögliche Cloud-Seeding-Maßnahmen (künstliche Wolkenimpfung) über dem Einzugsgebiet des Angat-Damms, um die Niederschläge zu erhöhen.










