Meralco nennt Brennstoffpreise und Gaspolitik als Gründe für höhere Stromtarife
Der Stromversorger Meralco hat die jüngsten Preissteigerungen bei der Elektrizität auf mehrere Faktoren zurückgeführt. In einer Stellungnahme vor dem Energieausschuss des Senats nannte das Unternehmen steigende globale Brennstoffpreise, die Abwertung des philippinischen Pesos sowie die Abhängigkeit des Landes von Erdgas als wesentliche Ursachen.
Jose Ronald V. Valles, Senior Vice President und Leiter des Bereichs Regulatory Management bei Meralco, erklärte, dass der Anstieg der Erzeugungskosten insbesondere durch die Konflikte im Nahen Osten beeinflusst wurde. Diese geopolitischen Spannungen führten zu einem Anstieg der internationalen Brennstoffpreise und belasteten gleichzeitig den Wechselkurs des Pesos. Zudem spielten die staatliche Strategie, Erdgas als Übergangsbrennstoff zu nutzen, sowie das Moratorium für neue Kohlekraftwerke eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.
Laut Valles deckt Meralco etwa 50 bis 60 Prozent seines Versorgungsbedarfs über Erdgasanlagen. Das Unternehmen handele auf Anweisung des Energieministeriums (Department of Energy, DOE), Strom verstärkt aus dem Erdgas-Kraftwerk First Gas Sta. Rita zu beziehen, um die Versorgungssicherheit im Luzon-Stromnetz zu gewährleisten. Ohne diese Verträge drohten laut Meralco Versorgungsengpässe und längere Stromausfälle. Da Meralco als einziger Verteilungsdienstleister gezielt Erdgas zur Sicherung des Netzes nutzt, seien die Erzeugungskosten höher als bei Versorgern, die verstärkt auf Kohle oder günstigere erneuerbare Energien setzen.
Hinsichtlich der regulatorischen Abläufe betonte Valles, dass alle Stromlieferverträge wettbewerblichen Ausschreibungen unterliegen müssen, bevor sie von der Energieregulierungskommission (Energy Regulatory Commission, ERC) genehmigt werden. Während die Verträge mit Excellent Energy Inc. und South Premiere Power Corp. durch Ausschreibungen zustande kamen, erfolgte der Vertrag mit First Gas Sta. Rita ohne dieses Verfahren. Dennoch seien alle Vereinbarungen von der ERC als konform mit den Vorgaben des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA) zur Kosteneffizienz bestätigt worden.
Zusätzlich zu den Erzeugungskosten beeinflusst der individuelle Verbrauch die Stromrechnung, wobei die Nachfrage in den Sommermonaten die Preise üblicherweise nach oben treibt. Valles wies jedoch darauf hin, dass die reinen Verteilungsgebühren von Meralco seit 2014 um 18 Prozent gesunken seien, sodass Kunden für die rein betrieblichen Leistungen des Unternehmens heute weniger zahlen als vor über einem Jahrzehnt.
Quellen
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