Politik: Landesweit

Marcos zeigt sich erfreut über Aufhebung des Urteils gegen Imelda Marcos

Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. äußerte sich am Sonntag erfreut über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, das Korruptionsurteil gegen seine Mutter, die ehemalige First Lady Imelda Marcos, aufzuheben. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Rande des BRICS-Gipfels erklärte der Präsident, dass die Angelegenheit die Familie bereits seit 40 Jahren belaste. Die entsprechenden Verfahren seien bereits im Jahr 1986 eingeleitet worden und die Dauer der juristischen Auseinandersetzung sei für die Familie eine erhebliche Belastung gewesen.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Das Urteil des Obersten Gerichtshofs war ursprünglich auf den 10. Juni 2026 datiert, wurde jedoch erst am 9. September öffentlich bekannt gegeben. Das höchste Gericht hob damit die Verurteilung auf, die sich auf mutmaßliche finanzielle Interessen an sieben Schweizer Stiftungen bezog. Die Begründung der Richter lautete, dass die Staatsanwaltschaft die Schuld der ehemaligen First Lady nicht zweifelsfrei nachweisen konnte.

Zuvor hatte das Sondergericht Sandiganbayan im Jahr 2018 Imelda Marcos für schuldig befunden. Das Gericht war damals zu dem Schluss gekommen, dass die Stiftungen Maler Establishment, Trinidad Foundation, Rayby Foundation, Palmy Foundation, Vibur Foundation, Aguamina Foundation und Avertina Foundation gezielt als Begünstigte für die Familie Marcos geschaffen worden waren. Für die sieben Anklagepunkte wegen Korruption war sie zu Freiheitsstrafen zwischen sechs und 11 Jahren verurteilt worden, sie trat jedoch keine Haftstrafe an.

Auf die Frage, ob diese Entscheidung Einfluss auf die Auswahl des nächsten Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs haben könnte, wies der Präsident jegliche Vermutung zurück. Ein solcher Zusammenhang sei ihm bisher nicht in den Sinn gekommen und spiele für die Regierungsentscheidungen keine Rolle.