Wirtschaft

Marcos inspiziert Erweiterung des Malampaya-Gasfeldes zur Sicherung der Energieversorgung

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat am Donnerstag eine Luftbesichtigung des Projekts „Malampaya Phase 4“ durchgeführt. Ziel der Inspektion war es, die Abläufe der wichtigen Anlage persönlich zu prüfen, die für die Versorgung von Kraftwerken auf der Insel Luzon mit Erdgas zuständig ist.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Die Regierung treibt die Entwicklung des Malampaya-Gasfeldes voran, da die Ressourcen ohne zusätzliche Exploration und Bohrungen voraussichtlich im nächsten Jahr erschöpft sein werden. Im Rahmen des Phase-4-Projekts werden derzeit drei neue Bohrungen entwickelt: Malampaya East-1 (MAE-1), Camago-3 und Bagong Pag-asa-1. Die Bohrungen MAE-1 und Camago-3 wurden bereits im Januar bzw. März 2026 erfolgreich durchgeführt und getestet. Die kombinierten Reserven dieser beiden Quellen werden auf etwa 222 Milliarden Kubikfuß Erdgas geschätzt.

Das Energieministerium (Department of Energy, DOE) gab bekannt, dass die Pipelineverbindung zwischen den neuen Quellen und dem bestehenden Unterwasser-Produktionssystem im Juni 2026 fertiggestellt wurde. Die Lieferung des neuen Gases aus diesen beiden Quellen wird für das vierte Quartal 2026 angestrebt, während die Vorbereitungen für die Bohrung von Bagong Pag-asa-1 andauern. Die neu entdeckten Reserven entsprechen einer Energiemenge von etwa 31,46 Milliarden Kilowattstunden, was ausreicht, um schätzungsweise 13,11 Millionen Haushalte für ein Jahr mit Strom zu versorgen. Durch den Erfolg der Bohrungen soll die Nutzungsdauer des Malampaya-Feldes von 2027 auf das Jahr 2034 verlängert werden können.

Diese Maßnahmen sind Teil einer breiteren Strategie zur Stärkung der heimischen Energieversorgung. Im Zeitraum von Juli 2022 bis Juli 2026 hat die Regierung 14 neue Dienstverträge für die Erdölförderung in verschiedenen Regionen vergeben, darunter Cagayan, Pangasinan, Zambales, vor der Küste von Palawan sowie in Cebu, Leyte und dem Sulu-Meer. Regierungsdaten aus dem Jahr 2025 verdeutlichen die Abhängigkeit: Importierte Energiequellen machten 52 Prozent der primären Energieversorgung der Philippinen aus, während heimische Quellen 48 Prozent beitrugen. Beim Erdgas stammen 55 Prozent aus importiertem Flüssigerdgas (LNG), während das Malampaya-Feld 45 Prozent des Gesamtangebots deckt.

Quellen