Gesellschaft

Manipuliertes Video stellt Journalistin Karen Davila als Kritikerin von Trillanes dar

Ein manipuliertes Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt die Journalistin Karen Davila, wie sie den ehemaligen Senator Antonio Trillanes IV. persönlich beschuldigt. In dem Clip wird behauptet, Davila habe Trillanes vorgeworfen, Millionenbeträge für überteuerte Berater ausgegeben zu haben, darunter auch sein Hauspersonal und Fahrer.

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Symbolbild: Envato

Tatsächlich handelt es sich bei dem Material um einen Ausschnitt aus einem Interview, das im Januar 2016 auf dem Sender DZMM stattfand. In der Originalfassung stellte Davila lediglich Fragen zu Vorwürfen, die das Lager des damaligen Vizepräsidenten Jejomar Binay gegen Trillanes erhoben hatte.

Durch das gezielte Wegschneiden der Einleitung, in der sie auf die Anschuldigungen des Binay-Lagers hinweist, wird der Eindruck erzeugt, die Vorwürfe stammten direkt von der Journalistin selbst. Trillanes reagierte bereits im Jahr 2016 auf die damaligen Fragen und räumte ein, dass die Berichte der Rechnungsprüfungsbehörde (Commission on Audit, COA) faktisch korrekt seien.

Er betonte jedoch, dass die Beschäftigung zahlreicher Berater nicht illegal sei und wies die Behauptung zurück, sein Hauspersonal oder Fahrer stünden auf der Gehaltsliste für Beraterleistungen. Nach Angaben von Trillanes hatte die COA sein Büro bezüglich der Ausgaben für Beratungsleistungen bereits im August 2015 entlastet.

Die Verbreitung des manipulierten Videos auf Plattformen wie Facebook, wo es bereits Hunderttausende Aufrufe und tausende Interaktionen erzielte, fällt in eine Zeit verstärkter Desinformation. Dies geschieht vor dem Hintergrund der möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte, bei denen Trillanes als potenzieller Zeuge gelistet wird.

Quellen