Lohnsteigerung in Metro Manila: Arbeitsminister erwartet geringe Auswirkungen auf Beschäftigung
Der philippinische Arbeitsminister Francisco Tolentino hat die Befürchtungen entkräftet, dass die geplante Erhöhung des täglichen Mindestlohns in Metro Manila zu negativen wirtschaftlichen Folgen führen könnte. Laut Tolentino überwiegen die Vorteile für die Arbeitnehmerschaft die potenziellen Störungen des Arbeitsmarktes bei weitem.
Die Lohnanpassung sieht eine Gesamterhöhung von 85 Pesos vor. Davon wird eine erste Tranche in Höhe von 60 Pesos bereits am kommenden Samstag, den 25. Juli, wirksam. Der verbleibende Restbetrag soll im Januar des nächsten Jahres ausgezahlt werden. Nach Angaben des Arbeitsministeriums (Department of Labor and Employment, DOLE) werden von dieser Maßnahme mehr als 1,1 Millionen Beschäftigte profitieren. Die Zahl derer, die durch die Erhöhung mit Arbeitsplatzverlusten rechnen müssen, wird hingegen auf lediglich etwa 12.000 Personen geschätzt.
Die Entscheidung steht unter Kritik der Foundation for Economic Freedom, die eine Aussetzung der Anordnung fordert. Die Organisation bezeichnete die Einführung als abrupt und warnte vor schwerwiegenden, unbeabsichtigten Konsequenzen. Auf die Sorge vor Lohnverzerrungen reagierte Tolentino mit dem Hinweis, dass Anpassungen für Mitarbeiter, die bereits über dem Mindestlohn verdienen, in Verhandlungen zwischen Management und Belegschaft geregelt werden sollten.
Das Ziel der Erhöhung sei es, den Reallöhnen angesichts der Inflation eine sofortige Entlastung zu verschaffen und die Kaufkraft der Familien zu stärken. Tolentino betonte, dass die Inflation durch viele Faktoren beeinflusst werde und nicht allein durch die Arbeitskosten entstehe. Um Arbeitgeber zu unterstützen, die unter der Erhöhung leiden, wird das Adjustment Measures Program angeboten. Dieses Programm sieht finanzielle Hilfen für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen sowie für Arbeitsgruppen und freigestellte Beschäftigte vor.