Leptospirose-Todesfälle in Iloilo steigen trotz sinkender Fallzahlen
In der Provinz Iloilo ist die Zahl der Todesfälle durch Leptospirose in diesem Jahr drastisch angestiegen. Während im Vorjahreszeitraum lediglich zwei Menschen an der bakteriellen Infektion starben, wurden im aktuellen Zeitraum vom 4. Januar bis zum 11. Juli bereits acht Todesopfer registriert.
Das IPHO meldete insgesamt 69 bestätigte Fälle. Obwohl die Gesamtzahl der Infektionen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gesunken ist (72 Fälle im Vorjahreszeitraum), stellt die erhöhte Sterblichkeitsrate eine ernste Lage dar. Die Krankheit wird durch Wasser übertragen, das mit dem Urin infizierter Nagetiere kontaminiert ist, was besonders während der anhaltenden Regenfälle und Überschwemmungen ein hohes Risiko darstellt.
Die Infektion erfolgt meist über offene Wunden oder die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund. Das IPHO warnt die Bevölkerung eindringlich davor, durch Hochwasser, Reisfelder oder Flüsse zu waten. Sollte ein Kontakt mit kontaminiertem Wasser unvermeidbar sein, wird das Tragen von Gummistiefeln empfohlen. Nach einem Kontakt mit dem Wasser sollten sich Betroffene gründlich waschen. Zudem weist das Amt darauf hin, dass in den Gesundheitszentren Medikamente wie die Prophylaxe mit Doxycyclin auf ärztliche Verschreibung verfügbar sind.
Die betroffenen Gebiete sind weit verbreitet: In 31 der 42 Gemeinden der Provinz sowie in der Stadt Passi wurden bereits Fälle gemeldet. Die höchste Fallzahl verzeichnete Janiuay mit fünf Infektionen, gefolgt von Dingle und Oton mit jeweils vier Fällen. In Dingle und Oton wurde jeweils ein Todesfall gemeldet. Weitere Todesopfer gab es in Barotac Nuevo, Dueñas, Dumangas, San Dionisio und Concepcion. Bei ersten Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder geröteten Augen wird dringend geraten, umgehend medizinische Hilfe aufzusuchen.