Landwirtschaftsministerium fordert 250 Milliarden Pesos für das Jahr 2027
Das philippinische Landwirtschaftsministerium (Department of Agriculture, DA) strebt für das Jahr 2027 ein Budget von 250 Milliarden Pesos an. Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. betonte beim Food Security Forum der Economic Journalists Association of the Philippines (EJAP) in Makati City, dass kontinuierliche Investitionen in den Agrarsektor entscheidend seien, um die Ernährungssicherheit, den Wohlstand im ländlichen Raum und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken.
Der geplante Anstieg des Budgets von 250 Milliarden Pesos für 2027 folgt auf eine geplante Summe von 215 Milliarden Pesos im Jahr 2026. Im Vergleich zu etwa 117 Milliarden Pesos im Jahr 2022 hat sich das Budget des Ministeriums nahezu verdoppelt. Tiu Laurel wies darauf hin, dass der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) seit 2005 von 19 % auf aktuell 7,9 % gesunken sei. Er erklärte, dass der Sektor in der Vergangenheit oft als veraltete Industrie statt als notwendige Absicherung für die Zukunft betrachtet wurde.
Die geplanten Mittel sollen unter anderem die Mechanisierung der Landwirtschaft, Bewässerungssysteme, Forschungslaboratorien, Fischzuchten sowie Kühlketten und digitale Infrastruktur unterstützen. Ziel ist es, die Produktivität zu steigern, Verluste zu verringern und die Lebensmittelkosten zu senken. Ein Teil der Mittel fließt in den Rice Competitiveness Enhancement Fund, der jährlich 30 Milliarden Pesos für Maschinen, zertifiziertes Saatgut, solarbetriebene Bewässerung und Kredite bereitstellt.
Zusätzlich unterstützt die Regierung den Wiederaufbau des Viehsektors, insbesondere der Schweineindustrie, durch den Animal Industry Development and Competitiveness Act mit jährlich 20 Milliarden Pesos. Auch die Philippine Crop Insurance Corp. erhielt in diesem Jahr eine Erhöhung der Mittel um 2 Milliarden Pesos, wobei für 2027 weitere Zuweisungen geprüft werden, um mehr Landwirte und Fischer abzusichern.
Trotz eines Wachstums von 2,6 % im Bereich Landwirtschaft und Fischerei im Jahr 2025 sieht der Minister weiterhin Herausforderungen. Fast die Hälfte der bewässerbaren Flächen verfüge noch über keine Bewässerung, die Logistikkosten seien hoch und der Klimawandel stelle eine ständige Bedrohung dar. Zukünftige Investitionen sollen daher auch digitale Technologien wie künstliche Intelligenz und satellitengestützte Überwachung umfassen.
Quellen
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