Laguna-See-Behörde ruft zur Zusammenarbeit bei der Suche nach Wasserverschmutzern auf
Die Laguna Lake Development Authority (LLDA) hat Anwohner, lokale Regierungsvertreter und die Industrie dazu aufgerufen, bei der Identifizierung möglicher Quellen für Wasserverschmutzung im Einzugsgebiet des Laguna de Bay zu helfen. Hintergrund sind Berichte über ungewöhnliche Zustände in Teilen des Flusseinzugsgebiets.
In einer Pressemitteilung erklärte die LLDA, dass Meldungen aus der Bevölkerung über untypische Flussbedingungen, wie übermäßiger Schaumbildung, Farbveränderungen des Wassers oder übler Geruch, entscheidend seien, um Behörden auf mögliche Verschmutzungsereignisse aufmerksam zu machen. Um jedoch gezielte Durchsetzungsmaßnahmen einzuleiten, benötige das technische Team exakte Informationen darüber, wo genau die Verunreinigung ihren Ursprung hat.
Die Behörde räumte ein, dass die enorme Größe des Laguna de Bay die Arbeit der Inspektions-Teams erschwert. Es sei schwierig, jeden gemeldeten Ort rechtzeitig zu erreichen, bevor fließendes Wasser mögliche Beweise wegspült. Daher seien direkte Beobachtungen von Anwohnern und Beamten der Barangays (Ortsteile) unerlässlich, um mutmaßliche illegale Einleitungen unmittelbar nach ihrem Auftreten zu lokalisieren.
Ein konkreter Vorfall ereignete sich am 12. Juni am San Juan River in Calamba City, einem der Nebenflüsse des Laguna de Bay. Ein Anwohner meldete dort dicken Schaum, der vermutlich von einer unbekannten chemischen Substanz stammte. In der Folge kam es zu üblen Gerüchen und einem Fischsterben, woraufhin die LLDA eine Untersuchung zur Rückverfolgung der Schadstoffe einleitete.
Da das Gebiet um den Laguna de Bay zahlreiche Industriezonen beherbergt, appellierte die LLDA auch an die zuständigen Umweltbeauftragten (Pollution Control Officers, PCOs) der Unternehmen entlang der Nebenflüsse. Diese sollten ihre Abfallmanagementsysteme überprüfen und dabei helfen, unbefugte Abwassereinleitungen zu identifizieren. Die Behörde betonte, dass die Zusammenarbeit der Industrie für die Einhaltung von Umweltvorschriften essenziell sei und rief die Unternehmen zu professioneller Integrität auf, ihre eigenen Reihen zu überwachen.
Die LLDA unterstrich, dass der Schutz des Laguna-de-Bay-Beckens eine gemeinsame Verantwortung sei und staatliche Bemühungen allein nicht ausreichen würden, um Umweltverstöße zu bekämpfen. Anstatt nur auf die Schäden im Unterlauf der Flüsse zu reagieren, müsse man gemeinsam die spezifischen Quellen finden, um die tatsächlichen Gesetzbrecher zur Rechenschaft ziehen zu können.
Die Behörde bittet die Bevölkerung, Informationen zu melden, die direkt zur Quelle der Verunreinigung führen könnten. Dazu gehören die Standorte von Abflussrohren oder Kanälen, die Abwasser abgeben, das Auftreten von Tankwagen oder andere verdächtige Aktivitäten in der Nähe von Wasserwegen sowie die genaue Uhrzeit von ungewöhnlichen Einleitungen oder starken chemischen Gerüchen. Zudem werden Fotos sowie Angaben zum genauen Standort, zu nahegelegenen Orientierungspunkten, Firmennamen und weiteren Details über die offiziellen Kommunikationskanäle oder die Facebook-Seite der Behörde erbeten.