Kritik an Senator Robin Padilla wegen seines Verhaltens im Amtsenthebungsverfahren
Das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte sorgt für erhebliche Kritik an der Rolle des Senators Robin Padilla. Wie aus einem Bericht von Rappler hervorgeht, wird Padilla vorgeworfen, sich während der Anhörungen nicht wie ein Gesetzgeber, sondern wie ein „Troll“ zu verhalten, was die Qualität des Verfahrens beeinträchtige und eine unnötige Belastung für die Steuerzahler darstelle.
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft Padillas Auftreten bei der Befragung von Jeremy Lotoc, einem Experten für Cyberkriminalität vom National Bureau of Investigation (NBI). Padilla versuchte, durch historische Vergleiche zur Romanow-Dynastie und Aussagen über den Kommunismus Eindruck zu schinden, was laut Beobachtern eher zu Verwirrung führte. Seine Fragen wurden zwar mit großem Selbstbewusstsein vorgetragen, ließen jedoch die notwendige fachliche Tiefe vermissen.
Zusätzlich steht der Senator wegen anderer Vorwürfe unter Druck. Er soll dem mittlerweile flüchtigen Senator Bato dela Rosa bei dessen Flucht aus dem Senat behilflich gewesen sein. Aufgrund dieses Vorfalls liegt gegen Padilla eine Beschwerde beim Ombudsmann wegen Behinderung der Justiz vor, zu der er Stellung nehmen muss.
Auch seine Arbeitsweise wird öffentlich hinterfragt. Padilla versäumte eine Sondersitzung des Senats, um stattdessen eine Vorabaufführung seines Films „Bad Boys 3“ zu besuchen. Dies geschah vor dem Hintergrund der hohen Kosten für den Senat: Laut Berechnungen von Val Villanueva belaufen sich die alleinigen Gehälter der Senatoren jährlich auf mindestens 87 Millionen Pesos. Gemäß dem Gehaltsplan des Department of Budget and Management (DBM) erhält jeder Senator seit Januar 2026 ein monatliches Gehalt von über 300.000 Pesos.