Politik

Kritik an politischem Theater im philippinischen Senat

Ein philippinischer Steuerexperte hat in einem offenen Brief an den Senatspräsidenten Gatchalian und die Mitglieder des Senats scharfe Kritik an der aktuellen politischen Kultur des Landes geäußert. Mon Abrea, ein international tätiger Experte für globale Steuerpolitik, kritisierte, dass das höchste beratende Gremium des Landes zunehmend von politischem Theater, öffentlichen Fehden und Selbstdarstellung geprägt sei, anstatt sich auf die Lösung nationaler Probleme zu konzentrieren.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Abrea, der als Chefsteuerberater der Asian Consulting Group (ACGlobal) tätig ist, berichtete von seinen Erfahrungen bei internationalen Reisen in Länder wie Australien, Kanada, die USA, China und Europa. Bei seinen Bemühungen, die Philippinen als Investitionsstandort zu bewerben, müsse er häufiger die politischen Unruhen im Heimatland erklären, als über wirtschaftliche Reformen oder Investitionsmöglichkeiten zu sprechen. Er bezeichnete dies als eine Last, die kein philippinischer Repräsentant im Ausland tragen sollte.

In dem Brief mahnte der Steuerexperte an, dass der Senat die Würde und Glaubwürdigkeit der Institution sowie die Verfassung schützen müsse. Während die Bevölkerung mit steigenden Preisen und den Folgen von Naturkatastrophen zu kämpfen habe, würden die Bürger zunehmend von den öffentlichen Auseinandersetzungen und Livestreams der Senatoren erschöpft. Abrea forderte von den Abgeordneten mehr Professionalität, Demut und Selbstbeherrschung, um das Vertrauen von Investoren und der philippinischen Gemeinschaft im In- und Ausland zurückzugewinnen.

Quellen