Politik: Landesweit

Kritik am Arbeitsministerium: Abgeordneter warnt vor Fokus auf Soforthilfen

Ein Abgeordneter warnt vor einem Fokus des philippinischen Arbeitsministeriums (Department of Labor and Employment, DOLE) auf Soforthilfen. Während einer Anhörung des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses zum Budget 2027 kritisierte der stellvertretende Oppositionsführer und Abgeordnete der ACT Teachers, Antonio Tinio, die geplanten Budgeterhöhungen für Hilfsprogramme des DOLE. Er warf der Behörde vor, sich zu einer reinen „Ayuda-Agentur“ für die Verteilung von Soforthilfen zu entwickeln.

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Quelle: PIA

Im Zentrum der Kritik steht die zusätzliche Budgetanforderung in Höhe von 10,25 Milliarden Pesos für das Programm „Tulong Panghanapbuhay sa Ating Disadvantaged/Displaced Workers“ (Tupad), das sich an benachteiligte oder arbeitslose Menschen richtet. Laut dem nationalen Ausgabenprogramm (National Expenditure Program) belief sich die ursprüngliche Zuweisung für Tupad auf 14,25 Milliarden Pesos. Sollte die zusätzliche Forderung bewilligt werden, würde das Budget für das Programm auf insgesamt 24,5 Milliarden Pesos ansteigen, was im Vergleich zu anderen Projekten als unverhältnismäßig hoch eingestuft wird.

Tinio wies auf eine massive Verschiebung der Prioritäten hin. Während das Budget für Tupad im Jahr 2016 lediglich 3,2 Milliarden Pesos betrug, was 36 Prozent des Gesamtbudgets der Behörde entsprach, stieg es im Jahr 2026 unter dem allgemeinen Haushaltsgesetz (General Appropriations Act) um 588 Prozent auf 22,44 Milliarden Pesos an. Der Abgeordnete stellte die Frage, ob die Funktion des DOLE mittlerweile darin bestehe, lediglich Hilfsgelder zu verteilen.

Anstatt das Tupad-Programm weiter auszuweiten, TESDA gestärkt werden, um eine langfristige Qualifizierung der Arbeitskräfte zu ermöglichen. Tinio forderte den Kongress dazu auf, die Mittel nicht durch die Aufblähung von Tupad-Posten während der Haushaltsberatungen zu verschwenden, sondern sie in Programme zu lenken, die echte Arbeitsplätze schaffen. Das DOLE müsse zu seinem eigentlichen Mandat zurückkehren und als Verteidiger der philippinischen Arbeitnehmer agieren, anstatt lediglich als Verteiler von temporären Hilfsleistungen zu fungieren.