Gesellschaft: Davao de Oro, Davao Oriental

Waldbrandgefahr in der Region Davao steigt: Umweltbehörde warnt vor ökologischen Folgen

Das Umweltministerium der Region Davao (DENR-Davao) hat eine Warnung vor der zunehmenden Gefahr durch Waldbrände ausgesprochen. Die Behörde wies darauf hin, dass diese Brände nicht nur Ökosysteme massiv schädigen, sondern auch die lokale Tierwelt verdrängen und die Luftqualität erheblich verschlechtern können. Laut DENR-Davao zerstören die Feuer Lebensräume und setzen Schadstoffe frei, die die Luftbelastung noch lange nach dem Erlöschen der Flammen negativ beeinflussen können.

Volunteer collecting plastic trash in the forest. The concept of environmental conservation. Globalnateemee
Symbolbild: Envato

Besonders in Zeiten anhaltender Hitze und Trockenheit kann bereits ein einziger Funke ausreichen, um durch trockene Vegetation rasch große Flächen zu entzünden. Während einige Brände natürlich entstehen, betont die Behörde, dass menschliche Aktivitäten die Gefahr oft auslösen oder verschlimmern. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem das Verbrennen von Abfällen im Freien, unbeaufsichtigte Lagerfeuer, Kochstellen sowie achtlos weggeworfene Zigarettenstummel.

In der Region wurden zuletzt mehrere Brandereignisse verzeichnet. Am 2. September brach in Sitio Lanipao, Barangay Araibo, in Pantukan (Davao de Oro), ein Feuer aus, das rund sieben Hektar Waldland sowie 73 Bäume beschädigte. Das Bureau of Fire Protection (BFP), die staatliche Brandschutzbehörde, konnte den Brand am Nachmittag des 3. September gegen 17:16 Uhr unter Kontrolle bringen. Ein weiterer Brand ereignete sich am selben Tag in der Provinz und betraf eine Fläche von etwa 20 Hektar über mehrere Barangays hinweg.

Ein separater Vorfall wurde in der Stadt Mati in der Provinz Davao Oriental gemeldet. Dort brach am 3. September gegen 17:30 Uhr in Anibongan, Sitio Magum, Barangay Macambol, ein Feuer aus. Erste Schätzungen gingen von einer betroffenen Fläche von fünf Hektar aus, doch spätere Drohnenaufnahmen und Bodenuntersuchungen ergaben, dass es sich tatsächlich um etwa einen Hektar handelte. Das BFP in Mati erklärte den Brand am 4. September um 14:27 Uhr für gelöscht.

Die Behörde ordnet diese Vorfälle in ein breiteres Muster von Waldbränden in Südostasien ein und verweist auf die durch El Niño verursachten langanhaltenden Trockenperioden, die das Risiko erhöhen. In der Vergangenheit gab es in der Region bereits schwerwiegende Brände, wie etwa im März 2016 am Mount Apo, der zwischen 100 und 300 Hektar geschützten Wald verzehrte, oder im August 2018 im Baguio-Distrikt von Davao City, der etwa fünf Hektar Plantagen und natürliche Vegetation beschädigte.

Bei den jüngsten Einsätzen wurden Teams des BFP, lokale Katastrophenschutzämter und private Unternehmen mobilisiert. Sie setzten Wasserwagen und Drohnen ein, um die Brandherde zu überwachen und Schäden zu bewerten. In Pantukan entsandte das DENR-Davao Forsttechniker zur Validierung der Schäden. Dabei wurde bestätigt, dass sich das Feuer auf Barangay Araibo beschränkte und nicht auf das nahegelegene Maragusan übergreifen konnte. Als Gegenmaßnahme plant die Behörde die Einrichtung von Brandschutzstreifen und die Sanierung der Flächen durch die Anpflanzung einheimischer Baumarten.

Besonders gefährdet sind laut DENR-Davao die Wildtiere. Während einige Tiere durch die Flammen, extreme Hitze oder Rauchinhalation sterben, werden andere zur Flucht gezwungen, da ihre Nahrungsquellen und Lebensräume vernichtet werden. Vor allem kleinere und weniger mobile Arten wie Insekten, Amphibien und Reptilien sind hiervon betroffen. Das DENR-Davao arbeitet weiterhin mit Partnern und lokalen Akteuren zusammen, um die Lage zu überwachen, die Brandbekämpfung zu unterstützen und eine erneute Entzündung der Gebiete zu verhindern. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, durch vorsichtiges Verhalten zur Prävention beizutragen und Brände umgehend den Behörden zu melden.