Korruptionsskandal um Scheinprojekte: Cousin von Präsident Marcos angeklagt
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Gegen Martin Romualdez, einen Abgeordneten und Cousin von Präsident Ferdinand Marcos Jr., wurde am Montag Anklage wegen Plünderung erhoben. Der Fall steht im Zusammenhang mit einem massiven Korruptionsskandal um fingierte Hochwasserschutzprojekte.
Laut dem Ombudsmann Jesus Crispin Remulla umfasst die Anklage mutmaßliche Bestechungsgelder sowie unregelmäßige Budgeterhöhungen und Projektzuweisungen in einer Gesamthöhe von 7,4 Milliarden Pesos (etwa 117,9 Millionen US-Dollar). Ermittler werfen Romualdez zudem vor, gemeinsam mit dem ehemaligen Abgeordneten Elizaldy Co und weiteren Personen unrechtmäßig öffentliche Gelder in Höhe von 56 Milliarden Pesos angehäuft zu haben.
Die rechtlichen Schritte folgen auf eine öffentliche Ansprache des Präsidenten vor mehr als einem Jahr, in der er sogenannte „Geister-Infrastrukturprojekte“ thematisierte. Es wird davon ausgegangen, dass diese Scheinprojekte die philippinischen Steuerzahler Milliarden gekostet haben. Neben den genannten Politikern stehen auch mehrere Besitzer von Bauunternehmen sowie Regierungsbeamte unter dem Verdacht, Gelder aus diesen Projekten unterschlagen zu haben.




