Klimafinanzierung als Schlüssel für die Emissionsziele der Philippinen bis 2035
EditUm die nationalen Klimaziele der Philippinen bis zum Jahr 2035 zu erreichen, sind laut dem Ministerium für Umwelt und DENR internationale Klimafinanzierung, Technologietransfer und der Aufbau von Kapazitäten unerlässlich. Umweltminister Juan Miguel T. Cuna erklärte auf der Philippine Net Zero Conference 2026, dass ein Großteil der angestrebten Emissionsminderungen und -vermeidung von externer Unterstützung abhängig sei.
Im Rahmen der erweiterten nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contribution, NDC) für das Jahr 2026 hat sich das Land das Ziel gesetzt, die Emissionen im Zeitraum von 2025 bis 2035 im Vergleich zu den prognostizierten Werten bei einer Fortführung der aktuellen Entwicklung um 75 % zu senken oder zu vermeiden. Von diesem Ziel können lediglich 7 % bedingungslos durch nationale Ressourcen und Kapazitäten realisiert werden. Die verbleibenden 68 % der Zielsetzung sind an Bedingungen geknüpft, die insbesondere die Bereitstellung von Klimafinanzierung, Technologietransfer und Kapazitätsaufbau umfassen.
Um diese Ziele zu erreichen, fordert Minister Cuna einen koordinierten Rahmen für Investitionen und politische Maßnahmen. Dieser soll verschiedene Strategien abdecken, darunter die langfristige Strategie des Landes, den Implementierungsplan für die NDC, den Rahmen für einen gerechten Übergang (Just Transition Framework), die Richtlinien für den Kohlenstoffmarkt sowie einen Finanz- und Investitionsplan. Er appellierte an Investoren und Finanzinstitute, gemeinsam mit der Regierung investierbare Projektportfolios gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens zu entwickeln. Dabei betonte er, dass Klimaprojekte nicht als hochriskante Anomalien betrachtet werden dürften, sondern dass grüne Finanzierungen zugänglich, skalierbar und ohne neue Schuldenlast gestaltet werden müssten.
Der Kohlenstoffmarkt wird dabei als Mechanismus beschrieben, um internationales Klimageld zu mobilisieren, privates Kapital zu fördern und den Transfer von kohlenstoffarmen Technologien zu beschleunigen, ohne die Verschuldung zu erhöhen. Cuna wies jedoch darauf hin, dass der Handel mit Emissionszertifikaten die ökologische Integrität wahren und lokale Gemeinschaften schützen müsse. Die Philippinen bauen ihr Portfolio unter Artikel 6 bereits durch ein im April 2026 unterzeichnetes Abkommen mit Singapur sowie durch den Joint Crediting Mechanism mit Japan auf, der bereits fünf genehmigte Methoden und 31 weitere in der Entwicklung befindliche Projekte umfasst. Zudem werden bilaterale Vereinbarungen mit Neuseeland, Ungarn und Südkorea angestrebt. Aktuell befinden sich sieben Aktivitäten des Clean Development Mechanism im Übergang, während 14 neue Minderungsmaßnahmen zur Prüfung eingereicht wurden.
Francis Giles B. Puno, Präsident der First Gen Holdings Corporation, unterstrich die Notwendigkeit einer breiten Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wirtschaft, Finanzsektor, Technologieanbietern und anderen Institutionen. Er betonte, dass weder Unternehmen, Regierungen, Finanzinstitute, Technologieanbieter noch akademische Einrichtungen allein eine Netto-Null-Zukunft verwirklichen könnten. Der Fortschritt solle letztlich an geschlossenen Partnerschaften und umgesetzten Projekten gemessen werden und nicht allein an politischen Absichtserklärungen.




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