Kinder schützen gefährdetes Nest philippinischer Krokodile in Isabela
In San Mariano in der Provinz Isabela haben Kinder dazu beigetragen, ein Nest des vom Aussterben bedrohten philippinischen Krokodile (Crocodylus mindorensis) zu schützen. Die Entdeckung am Nachmittag des 13. Juli führte dazu, dass die Fundstelle umgehend an ehrenamtliche Naturschutzhelfer gemeldet wurde, was die Bedeutung der Beteiligung der Gemeinschaft am Erhalt der biologischen Vielfalt unterstreicht.
Die junge Liezle Rabago bemerkte das Nest beim Spielen in der Nähe eines Schweinestalls gegen 16:00 Uhr. Da sie beobachtete, dass Teile des Nestes vermutlich durch frei laufende Hühner beschädigt worden waren, befürchtete sie eine Gefährdung der Eier. Anstatt sich dem Nest zu nähern, informierte Rabago sofort den Freiwilligen Marlon Robles von der Organisation Bantay Santuwaryo, der daraufhin die Lage vor Ort untersuchte.
Marites Balbas, operative Leiterin der Mabuwaya Foundation, erklärte, dass das schnelle Handeln der Kinder ein Erfolg der kontinuierlichen Umweltbildungs- und Sensibilisierungskampagnen der Organisation sei. Durch Vorträge und Informationskampagnen seien die Bewohner, einschließlich Kindern und Schülern, mittlerweile mit der Nistzeit der Krokodile vertraut und in der Lage, die Nester zu identifizieren. Balbas betonte zudem, dass das Verständnis für die Bedeutung der Krokodile für die Menschen, die aquatischen Ökosysteme und die Umwelt durch diese Kampagnen gewachsen sei.
Auf Empfehlung des Krokodil-Experten Amante B. Yog-yog von der Mabuwaya Foundation deckten Naturschützer das Nest vorsichtig ab und platzierten Bambuszweige als Markierungen um das Gebiet. Diese Maßnahmen sollen das Risiko von Raubtieren und versehentlichen Störungen verringern, während die Eier auf natürliche Weise ausbrüten können. Laut der Mabuwaya Foundation erhöht dieser Fund die Zahl der in der aktuellen Nistsaison dokumentierten philippinischen Krokodilnester auf sieben.
Das Nest wird fortlaufend durch das Konservierungsteam der Mabuwaya Foundation und die Freiwilligen von Bantay Santuwaryo überwacht, um den Zustand zu prüfen, potenzielle Bedrohungen zu minimieren und den Fortschritt bis zum Schlüpfen der Eier zu dokumentieren. Balbas rief die Anwohner dazu auf, die Schutzbemühungen weiterhin zu unterstützen, indem sie mutmaßliche Nester melden, anstatt sie zu stören. Bei Funden solle umgehend der nächste Bantay Santuwaryo-Freiwillige oder das Team der Mabuwaya Foundation benachrichtigt werden.
Die Bemühungen der lokalen Behörden unterstützen die Strategie der Marcos-Regierung, die Umweltverwaltung und den Schutz der biologischen Vielfalt durch eine verstärkte Beteiligung der Öffentlichkeit zu stärken. Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat Regierungsbehörden angewiesen, die Bemühungen zum Schutz der biologischen Vielfalt durch einen ganzheitlichen Ansatz von Regierung und Gesellschaft zu intensivieren, da die lokalen Gemeinschaften eine entscheidende Rolle beim Schutz gefährdeter Arten und des natürlichen Erbes des Landes spielen.